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Keystone-SDA | Mittwoch, 24. Juni 2026

Schweizer wollen Kanada den Heimvorteil klauen

Vor dem letzten Gruppenspiel bekräftigen der Schweizer und der kanadische Nationaltrainer nochmals, alles für den Gruppensieg tun zu wollen. Es darf ein offenes Spiel erwartet werden.

Man kann es ja mal probieren: Gleich bei der ersten Frage wird Murat Yakin gefragt, ob Johan Manzambi gegen Kanada von Beginn an spielen wird. Der Schweizer Nationaltrainer bleibt bei seiner Antwort jedoch gewohnt vage. "Johan ist eine Option als Startspieler, aber auch als Einwechselspieler."

Dass Yakin nochmals darauf hinwies, wie wertvoll es gegen Bosnien-Herzegowina gewesen sei, einen solchen Spieler einwechseln zu können, kann als Hinweis darauf gedeutet werden, dass Manzambi auch im dritten Spiel lediglich als Joker zum Einsatz kommen wird. Oder als falsche Fährte für den Gegner.

Kanadas Trainer hatte zuvor bereits festgehalten, dass es bei der Schweiz schwierig sei, die Startaufstellung vorherzusagen. "Sie sind die beiden vorherigen Spiele unterschiedlich angegangen", sagte Jesse Marsch, der Yakin und dessen "taktische Variabilität" lobte. Klar sei, dass die Schweiz eine Mannschaft sei, die gerne den Ball besitze - und auch gut darin sei. "Dafür haben wir einen Plan entwickelt", sagte der US-Amerikaner. "Wir wollen uns aber gleichzeitig auf unsere eigenen Stärken konzentrieren."

Captain vor Comeback

Dabei könnte auch Alphonso Davies zum Faktor werden. Der Aussenläufer von Bayern München und kanadische Captain, der an der Heim-WM aufgrund einer Verletzung bislang noch ohne Einsatzminute ist, habe in den vergangenen Tagen wieder mit dem Team trainiert und sei bereit für den Ernstkampf. In der Startaufstellung werde er allerdings noch nicht stehen, so Marsch. "Aber ich hoffe, dass ich ihn einwechseln kann."

Die Partie hat für Kanada grosse Bedeutung. Marsch sagte, sein Team wolle die K.o.-Phase unbedingt vor Heimpublikum bestreiten und setze deshalb alles daran, den 1. Platz zu verteidigen. Der Gruppenerste kann den Sechzehntelfinal sowie einen möglichen Achtelfinal in Vancouver absolvieren.

Allerdings wisse er aus seiner Zeit in Europa bei RB Leipzig, RB Salzburg und Leeds United, dass die Schweizer viel Qualität mitbringen würden.

Okafor wartet auf erste WM-Minuten

Während seiner Zeit in Salzburg coachte Marsch unter anderem Noah Okafor. Dieser habe zum Saisonende eine starke Form gezeigt, betonte Marsch. "Es würde mich nicht überraschen, wenn er gegen uns zum Einsatz käme."

Auch Yakin wurde auf einen möglichen Einsatz von Okafor angesprochen. Der Schweizer Trainer verwies darauf, dass Okafor angeschlagen ins Team eingerückt sei. "In den letzten Tagen hat er gut trainiert", so Yakin. "Je nach Spielverlauf bekommt Noah seine Chance."

Dagegen dürfte Miro Muheim aufgrund seiner Wadenverletzung zum zweiten Mal in Folge ohne Einsatz bleiben. Wie schon in den vergangenen Tagen absolvierte der Linksverteidiger im Abschlusstraining vom Dienstag ein separates Programm.

Yakin will auf Sieg spielen

Die besondere Ausgangslage, dass die Schweiz selbst bei einer Niederlage mit dem Einzug in die K.o.-Phase rechnen kann, führte auch zur Frage, ob Yakin womöglich den einen oder anderen Spieler schonen möchte. Der Trainer sagte jedoch, dass der Gruppensieg auch aufgrund der längeren Erholungszeit zwischen dem letzten Gruppen- und dem ersten K.o.-Spiel das Ziel sei. Dafür muss die Schweiz den Co-Gastgeber in dessen Heimstadion bezwingen.

Dass ein Unentschieden nicht reicht, sei für ihn persönlich sogar besser, sagte Yakin. "Für einen Trainer ist es einfacher, voll auf Sieg spielen zu müssen."

Das Stadion wird mit über 52'000 Fans ausverkauft sein. An den frühen Anpfiff um 12.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr Schweizer Zeit) hat sich das Schweizer Team inzwischen gewöhnt. Aber auch die Kanadier, deren bisherige Spiele um 15.00 Uhr begannen, dürften mit der leichten Umstellung kaum Probleme haben.

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