Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Selenskyj bestimmt neuen Chef des Militärgeheimdienstes
Der ukrainische Auslandsgeheimdienstchef Oleh Iwaschtschenko übernimmt in Kiew die Leitung des Militärgeheimdienstes HUR. Das teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj mit, nachdem er den bisherigen HUR-Chef Kyrylo Budanow zum Chef seiner Kanzlei gemacht hat. Der 56 Jahre alte Generalleutnant Iwaschtschenko hatte die Auslandsaufklärung seit 2024 geführt. Er solle in der neuen Aufgabe weiter an der wirtschaftlichen Schwächung Russlands und an der Einschränkung von Moskaus Militärpotenzial arbeiten, teilte Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit.
"Wir konzentrieren uns weiterhin darauf, das wirtschaftliche Potenzial Russlands zu schwächen: Je weniger der Aggressor verdient, desto mehr Möglichkeiten gibt es für die Diplomatie. Dies gilt insbesondere für die russischen Ölexporte, die eingeschränkt und billiger werden", sagte Selenskyj. Er äusserte sich auch mit Blick auf die zahlreichen Drohnenschläge gegen die Energieinfrastruktur des Nachbarlandes.
"Ähnlich verfahren wir auch in Bezug auf die russische Rüstungsproduktion: Je mehr wir die Verbindungen des Aggressors zur Welt und seine Umgehungsstrategien für Sanktionen unterbrechen, desto grösser ist das Potenzial für Bemühungen zur Beendigung des Krieges", sagte Selenskyj weiter. Er sei dem Auslandsgeheimdienst für seine Arbeit dankbar. Unklar war, wer künftig die Auslandsaufklärung der Ukraine führt.
Die Ukraine wehrt sich mit westlicher Hilfe, darunter auch von befreundeten Geheimdiensten, seit bald vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Trotz Verhandlungen ist ein Ende des Krieges bisher nicht in Sicht.
















Kommentare (0)
Schreibe einen Kommentar