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Selenskyj hofft auf Plan B für weitere Hilfen aus Europa
Um die von Ungarn blockierten milliardenschweren EU-Hilfen an die Ukraine freizugeben, braucht es nach Angaben aus Kiew neue Ideen. "Wir und Europa, wir brauchen alle einen Plan B", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Interview von Politico und Welt. Das sei nötig, um weitere Erpressungsversuche von Ungarns Regierungschef Viktor Orban abzuschmettern.
Ein seit langer Zeit zwischen Kiew und Budapest schwelender Streit hat sich in den letzten Wochen auch vor dem Hintergrund des Wahlkampfs in Ungarn drastisch verschärft. Die ungarische Regierung fordert von der Ukraine die schnellstmögliche Reparatur der bei russischen Angriffen beschädigten Ölpipeline "Druschba". Über die Leitung erhält Ungarn vergleichsweise billiges Öl aus Russland. Kiews Beteuerungen, dass die Reparatur langwierig ist, schenkt Budapest keinen Glauben und hat die Vergabe eines 90-Milliarden-Kredits an die Ukraine blockiert.
Im Interview ging Selenskyj auch auf Trumps Vermittlungsbemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs ein. Während er sie insgesamt lobte und die Verhandlungsbereitschaft seines Landes betonte, forderte Selenskyj zugleich: Washington müsse mehr Druck auf Kremlchef Wladimir Putin ausüben, "nicht auf mich". Hintergrund waren jüngste Äusserungen Trumps, der einmal mehr Putin grössere Verhandlungsbereitschaft attestierte als Selenskyj.
















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