Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Service-citoyen-Initiative wird mit 84,2 Prozent Nein verworfen
Eine klare Mehrheit der Schweizer Stimmenden ist gegen einen obligatorischen Bürgerdienst für alle Männer und Frauen. Die Service-citoyen-Initiative ist laut dem Bundesamt für Statistik mit rund 84,2 Prozent der Stimmen wuchtig abgelehnt worden.
Rund 2'014'600 Stimmende lehnten die Initiative "Für eine engagierte Schweiz (Service-citoyen-Initiative)" ab, und rund 379'600 legten am Sonntag ein Ja ein. Aus keinem Kanton und selbst aus keiner einzigen der rund 2100 Gemeinden im Land erhielt die Initiative Zustimmung. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 43 Prozent.
Am wuchtigsten verworfen wurde die Initiative im Kanton Appenzell Innerrhoden. 88,3 Prozent der Stimmenden sagten dort Nein. Dahinter folgten die Kantone Wallis und Schwyz mit je rund 87 Prozent Nein.
Auf noch am meisten Zustimmung stiess das Anliegen im Kanton Basel-Stadt. Dort legten immerhin rund 20 Prozent der Stimmenden ein Ja ein. Im Kanton Zürich stimmten knapp 19 Prozent dem Begehren zu und in Schaffhausen gut 18 Prozent.
Die Volksinitiative forderte einen Bürgerdienst für alle, und zwar für Allgemeinheit und Umwelt. Das hätte entweder ein Dienst bei der Armee oder im Zivilschutz oder aber ein gleichwertiger und anerkannter Milizdienst sein können.
Alle sollten sich nach dem Willen der Initiantinnen und Initianten dort einsetzen können, wo er oder sie gebraucht wird. Dabei sollten aber die Bestände von Armee und Zivilschutz gesichert sein. Wer Dienst leistet, sollte einen Erwerbsersatz bekommen, wer ihn nicht leisten kann, sollte eine Ersatzabgabe bezahlen.

















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