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SFV-Ehrenpräsident ist tot
Ralph Zloczower ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Dies teilt der Schweizerische Fussballverband mit, den Zloczower über acht Jahre als Präsident angeführt hat.
Ralph Zloczower war über Jahrzehnte eine prägende Figur im Schweizer Fussball. Seine Funktionärs-Laufbahn begann 1972 als Präsident des BSC Young Boys. Der Jurist verfügte bereits damals über eine breite Führungserfahrung: Er war Fürsprecher mit eigener Anwaltskanzlei in Bern, FDP-Stadtrat in Bern, Oberst im Generalstab der Schweizer Armee und Präsident des Curling-Verbandes.
Von 1982 bis 1989 war Zloczower Mitglied und Präsident des Rekursgerichts der damaligen Nationalliga. Danach gehörte er während fünf Jahren dem Komitee der Nationalliga an, ehe er 1995 deren Präsident wurde. Im Februar 2001 wählte ihn die Delegiertenversammlung des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) zum 32. Präsidenten. Er trat die Nachfolge von Marcel Mathier an.
In Zloczowers achtjähriger Amtszeit als SFV-Präsident qualifizierte sich die Schweizer Nationalmannschaft auf sportlichem Weg für die EM 2004 und die WM 2006. Der grösste Erfolg auf Funktionärsebene war jedoch bereits im Dezember 2002 gelungen: Die UEFA vergab die EM 2008 an die Schweiz und Österreich. Damit fand erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder ein Sportanlass dieser Grössenordnung in der Schweiz statt.
"Wir sind Ralph Zloczower äusserst dankbar dafür, dass er dem Schweizer Fussball mit juristischem Sachverstand, Verhandlungsgeschick und einem aussergewöhnlichen Beziehungsnetz national wie international Gehör und Ansehen verschafft hat. Dass die Schweiz 2008 EM-Co-Gastgeber sein durfte, wird für immer mit ihm verbunden sein", sagt SFV-Zentralpräsident Peter Knäbel.
2009 übergab Zloczower das Präsidentenamt nach acht Jahren an Peter Gilliéron. Gleichzeitig wurde er zum SFV-Ehrenpräsidenten ernannt.

















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