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Keystone-SDA | Sonntag, 31. Mai 2026

Sind für die Schweiz aller guten Dinge fünf?

Für das Schweizer Nationalteam sollen an der Heim-WM alle guten Dinge fünf sein. Die Voraussetzungen für WM-Gold im Final am Sonntagabend (20.20 Uhr) gegen Finnland könnten kaum besser sein.

Zum fünften Mal innert 13 Jahren stehen die Schweizer in einem WM-Final - zum dritten Mal in Folge. Blieben sie 2013 gegen Schweden (1:5) chancenlos, scheiterten sie danach einmal im Penaltyschiessen (2018 gegen Schweden) und einmal in der Verlängerung (im vergangenen Jahr gegen die USA). Gegen die Amerikaner blieben sie ebenso torlos wie 2024 gegen Tschechien, als sie 0:2 verloren.

Was haben die Schweizer daraus gelernt? Diese Frage geht an Nino Niederreiter, der als Einziger bei sämtlichen vier Finalniederlagen dabei war. "Wir müssen aggressiv in den Final gehen und nicht warten, bis etwas passiert", sagt der 33-jährige Stürmer der Winnipeg Jets gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Dass die Schweizer zum ersten Mal den frühen Halbfinal bestritten und daher mehr Erholungszeit als Finnland haben, "gibt uns sicher noch etwas mehr Energie. Es wird ein einmaliges Erlebnis, auf das ich mich sehr freue", so der Bündner.

Starke Special Teams

Vieles spricht dafür, dass diesmal der letzte Schritt gelingt. Die Schweizer gewannen die bisherigen neun Partien mit einem Torverhältnis von 48:8. Das Powerplay funktioniert ebenso wie das Boxplay. Beträgt die Erfolgsquote in Überzahl mit elf Toren 39,29 Prozent, liess das Team von Jan Cadieux während 40:58 Minuten in Unterzahl bloss einen Gegentreffer zu. Das starke Boxplay unterstreicht die aussergewöhnliche Einsatzbereitschaft der Mannschaft.

"Wir verfügen über so viel Charakter. Wenn mal ein Fehler passiert, bügeln ihn die anderen vier aus, und bei einer Strafe reissen sich alle den Arsch auf", sagt Sven Andrighetto, der die Skorerliste des Turniers mit vier Toren sowie elf Assists anführt. Nun gelte es, an ihrem Spiel festzuhalten. "Wir sind in den neun Partien immer besser geworden, sind noch enger zusammengewachsen. Zudem sorgen die Fans für Hühnerhaut-Momente. Das gibt uns Extra-Energie, die wir brauchen werden."

Aus der Vergangenheit gelernt

Für den Stürmer der ZSC Lions ist es der vierte WM-Final, ebenso für Roman Josi, den Captain des Schweizer Teams. Der Berner Verteidiger sagt, dass sie es in den letzten beiden Finals bereut hätten, nicht so gespielt zu haben, wie zuvor. "Daraus haben wir sicher gelernt, wir werden angreifen und alles geben."

Gegen die gut strukturierten Finnen wird insbesondere auch Geduld gefragt sein. In der Vorrunde siegten die Schweizer 4:2, das entscheidende 3:2 gelang Ken Jäger in der 57. Minute im Powerplay. Auch diesmal dürften wieder Details entscheiden.

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