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Sion will alte Wunden lecken, St. Gallen einen Grossen überraschen
Am Donnerstag stehen vier Klubs aus der Super League in der Qualifikation für den Europacup im Einsatz. St. Gallen empfängt ein europäisches Schwergewicht, für Sion endet eine lange Durststrecke.
Neun Jahre ist es her, seit der FC Sion letztmals europäisch vertreten war. 2017 scheiterten die Walliser in der 3. Qualifikationsrunde der Europa League überraschend am FK Suduva aus Litauen. Nun kehrt Sion im Rahmen der 2. Qualifikationsrunde der Conference League auf die kontinentale Bühne zurück. Das Hinspiel gegen den belarussischen Cupsieger BATE Borissow bestreitet das Team von Trainer Didier Tholot am Donnerstag (19 Uhr Schweizer Zeit) in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku.
Constantin warnt vor Borissow
"Borissow ist eine erfahrene Mannschaft, die an europäische Wettbewerbe gewöhnt ist", sagt Christian Constantin, der Präsident des FC Sion. "Man darf nicht vergessen, dass sie fünf Mal in der Champions League gespielt und sogar Bayern München geschlagen haben." Der letzte Auftritt in der Königsklasse ist jedoch schon elf Jahre her, der Coup gegen den deutschen Rekordmeister datiert von 2012.
Verstecken muss sich Sion nicht. Unter Didier Tholot blieb die Mannschaft in der vergangenen Meisterschaft zehn Spiele lang ungeschlagen. Das Kader ist im Vergleich zur Vorsaison grösstenteils unverändert, mit dem Genfer Winsley Boteli, der in der vergangenen Saison elf Tore erzielte, konnte ein hoffnungsvolles Talent fest verpflichtet werden.
Herkulesaufgabe für St. Gallen
St. Gallen hingegen musste ein grosses Talent Richtung Sinsheim ziehen lassen. Andrin Hunziker (von Basel) und der fest verpflichtete Aliou Baldé (war bisher von Nizza ausgeliehen) sollen die Lücke schliessen, die Alessandro Vogt in der Offensive hinterlässt. Gefordert werden die beiden bereits am Donnerstag (20.00 Uhr), wenn das Hinspiel der 2. Qualifikationsrunde der Europa League ansteht. Mit Benfica Lissabon wurde dem Cupsieger ein schwieriger Gegner zugelost.
Ein Weiterkommen gegen den portugiesischen Rekordmeister wäre eine grosse Überraschung. Benfica, das den Abgang von Trainer José Mourinho Richtung Madrid durch Marco Silva kompensierte, hat gemäss dem Onlineportal transfermarkt.ch einen Marktwert von knapp 400 Millionen Euro. Zum Vergleich: Das Kader der Ostschweizer bringt es auf 32 Millionen Euro. Ohnehin sind die Iberer für Höheres berufen: Seit 2010 haben sie die Qualifikation für die Champions League nur einmal verpasst (2020/21).
Lugano und Vaduz mit Heimspielen
Mit Lugano und Vaduz sind zwei weitere Teams aus der Super League noch vor dem Start in die Meisterschaft in der 2. Qualifikationsrunde der Conference League gefordert. Die Tessiner empfangen ab 20.30 Uhr in der neuen AIL Arena den kosovarischen Vertreter Dukagjini, die Liechtensteiner starten eine Stunde vorher im heimischen Rheinpark gegen Atlètic d'Escaldes aus Andorra ins Europacup-Abenteuer.

















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