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Slowakei und USA rücken bei Atomenergie zusammen
Die USA und die Slowakei wollen bei der zivilen Nutzung der Atomenergie enger kooperieren, um das EU- und Nato-Land weniger abhängig von russischer Energie zu machen. Das kündigten der slowakische Premier Robert Fico und US-Aussenminister Marco Rubio in Bratislava an. Am 16. Januar hatte der Linksnationalist Fico dazu in Washington eine Vereinbarung mit den USA unterzeichnet. Im kommenden Jahr sollen laufende Gespräche mit der US-Firma Westinghouse über den Bau eines fünften Atomreaktors in der Slowakei in eine konkrete Vertragsunterzeichnung münden, informierten Fico und Rubio.
Neben wirtschaftlichen Themen ging es auch um das gemeinsame Bekenntnis zur militärischen Stärkung der Nato. Die Slowakei sei bereit, dazu durch weitere Aufrüstung wie den schon laufenden Ankauf von amerikanischen F-16-Kampfflugzeugen beizutragen, versicherten Rubios slowakische Gesprächspartner.
Sympathie für Trump, aber Nein zu "Friedensrat"
Rubio war am Sonntag von der Münchner Sicherheitskonferenz kommend in Bratislava eingetroffen. Er wurde zunächst am Flughafen von Aussenminister Juraj Blanar empfangen und traf sich anschliessend auch mit dem slowakischen Präsidenten Peter Pellegrini. Für den Abend ist Rubios Weiterreise nach Ungarn geplant.
Fico gilt ähnlich wie Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban als Sympathisant von US-Präsident Donald Trump. Im Unterschied zu Orban hat Fico jedoch eine Teilnahme an Trumps sogenanntem "Friedensrat" mit der Begründung abgelehnt, es solle keine Parallelstruktur zur UNO entstehen. Auch hatte Fico die US-Intervention in Venezuela deutlich kritisiert.
















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