Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
So werden Behördenmitglieder im Sarganserland entlöhnt
In den Jahresrechnungen der politischen Gemeinden sind dieses Jahr erstmals die Besoldungen der Behördenmitglieder publiziert. Dies geht auf das Öffentlichkeitsgesetz zurück, das im Kanton St. Gallen seit 2014 gilt. Die Gesamtsummen im Sarganserland bewegen sich zwischen 207'967 und 689'443 Franken.
Seit 2014 gilt im Kanton St. Gallen das Öffentlichkeitsprinzip. Das Gesetz funktioniert nach dem einfachen Grundsatz: Akten der Behörden sind öffentlich, Amtsgeheimnisse gibt es nur in Ausnahmefällen. Bei den Löhnen ihrer Präsidenten – sie werden jeweils vom Gemeinderat festgelegt – zierten sich die Gemeinden lange. Es brauchte die gemeinsame Anstrengung der St. Galler Medien, bis diese Zahlen 2017 erstmals auf dem Tisch lagen und publiziert wurden.
Nochmals ein paar Jahre später wird die Besoldung der Behörden nun Bestandteil der Jahresrechnungen der politischen Gemeinden. Mit Verweis auf Art. 123b Gemeindegesetz wird die Entlöhnung der von der Bürgerschaft gewählten Behördenmitglieder abgebildet. Es sind dies die Mitglieder des Gemeinderates (in sechs von acht Sarganserländer Gemeinden umfasst dieser fünf Personen; in Bad Ragaz und Mels sind es deren sieben), des Schulrates (in allen Gemeinden fünf Personen; die Ausnahme ist Walenstadt, wo letztes Jahr auf ein Schulleitungsmodell umgestellt wurde und es folglich keinen Schulrat mehr gibt) sowie der Geschäftsprüfungskommissionen (in allen Gemeinden umfasst die GPK fünf Personen).
Mit einer Gesamtentschädigung von 689'443 Franken steht die Gemeinde Mels – die grösste in der Region – an der Spitze in Sachen Behördenentschädigung. Sargans und Bad Ragaz folgen mit 450'449 beziehungsweise 425'929 Franken. Danach kommt ein breites Mittelfeld mit Flums, Walenstadt und Vilters-Wangs (zwischen 396'900 und 382'299 Franken). In Quarten sind es noch 308'672 Franken und in Pfäfers 207'967 Franken. Die Löhne für die Gemeindepräsidenten differieren zwischen 248'637 Franken (Mels) und 124'380 Franken (Pfäfers); allerdings ist das Gemeindepräsidium in Pfäfers eine 80-Prozent-Stelle, in allen anderen Gemeinden sind es 100-Prozent-Anstellungen.
(Mehr in der Printausgabe vom Dienstag.)

















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