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Keystone-SDA | Sonntag, 04. Oktober 2026

Software-Farce in Sepang beschäftigt Weltverband FIA

Massive Software-Probleme überschatten den Formel-1-GP in Malaysia. Nach den heftigen Regenfällen unmittelbar vor Beginn des Rennens kam es in der Formationsrunde zu Problemen bei zahlreichen Boliden.

"Ich musste auf der Strecke anhalten, das Auto und den Motor abstellen und dann neu starten. Das habe ich noch nie gemacht", erklärte Rekordweltmeister Lewis Hamilton. "Es war wie bei dem Lego-Rennen", scherzte der spätere Sieger Max Verstappen. Die Folge war ein Abbruch des Startprozederes und eine weitere Verschiebung des Rennens, da alle Teams eine neue Software installieren mussten.

Der Weltverband FIA teilte in einem Statement mit, in der Einführungsrunde habe "eine beispiellose Kombination aus niedriger Motordrehzahl, Bedingungen mit geringem Grip, Energiemanagement-Einstellungen für nasses Wetter und der Sektorkonfiguration der Rennstrecke von Sepang bei einer Reihe von Boliden zu einem unbeabsichtigten Leistungsverlust geführt". Das Problem sei bisher bei Testfahrten nicht aufgetreten, hiess es weiter.

Untersuchung angekündigt

Auch der Technische Direktor der FIA, Nikolas Tombazis, sprach von einer Kombination mehrerer Ereignisse. "Das hat die Software durcheinander gebracht, sodass die Autos nicht mehr beschleunigen konnten." Aus Sicherheitsgründen wegen des Regens und der nassen Strecke waren die Settings verändert worden für die Antriebe. In diesem Jahr kommen 50 Prozent der Leistung vom Verbrennermotor, 50 Prozent von der Batterie. Doch das ging schief, weil die Erfahrung mit solchen Verhältnissen fehlte.

Ein Imageschaden dürfte der FIA beziehungweise der Formel 1 damit gewiss sein, rühmt man sich doch, die Königsklasse und der Gipfel des Motorsports zu sein. Es habe "grosse Panik" geherrscht, als sie alle keine Power hatten, erinnerte sich Hamilton an die absurden Szenen, als die leistungsstarken Rennwagen im Schritttempo über den nassen Asphalt schlichen oder gar stehen blieben. Verstappen hatte es auch erwischt. "Das ist nicht gerade das, was man sich für den Sport wünscht, oder?", betonte der Niederländer.

Die FIA kündigte eingehende Untersuchungen an. Schon am kommenden Wochenende steht das nächste Rennen in Singapur an.

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