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Sonko-Prozess: Entschädigung von 1 Million Franken verlangt
Der Verteidiger von Ousman Sonko hat vom Bundesstrafgericht die sofortige Freilassung seines Mandanten gefordert. Für die seit über neun Jahren andauernde Haft verlangt er eine Entschädigung von rund 970'000 Franken.
Der frühere gambische Innenminister befindet sich seit seiner Festnahme im Januar 2017 in Haft. Die Strafkammer hat den 57-Jährigen 2024 wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren verurteilt.
Wie vor der ersten Instanz verlangt Sonko einen Freispruch und eine Entschädigung von 200 Franken für jeden in Haft verbrachten Tag. Bis heute würde dies einem Betrag von 673’600 Franken entsprechen. Ausserdem verlangt der Beschuldigte eine zusätzliche Entschädigung von rund 287'000 Franken.
Diese Summe sei für die 2260 Tage unter mutmasslich rechtswidrigen Haftbedingungen in zwei Regionalgefängnissen geschuldet. Weitere 10'000 Franken verlangt Sonko für den seinen Angaben nach 33 Stunden dauernden Nahrungsentzug an einem Vernehmungstag im Februar 2020.
















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