Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Sonnenberg: Vilters-Wangs reagiert auf die geplanten Sparmassnahmen
Die politische Gemeinde Vilters-Wangs hat eine Stellungnahme zur geplanten Reduktion der Sicherheitsdienstleistungen im Sonnenberg veröffentlicht. Ihre Forderung: Die heutigen Sicherheitsstandards sollen mindestens beibehalten werden.
Diese ist im Folgenden im Originaltext wiedergegeben:
«Die St. Galler Regierung hat im Rahmen ihres kantonalen Entlastungspakets verschiedene Sparvorschläge veröffentlicht. Einer dieser Vorschläge betrifft die Sicherheitsdienstleistungen im Ausreise- und Nothilfezentrum «Sonnenberg» in Vilters.
Gemäss den publizierten Unterlagen der Regierung sollen die Mittel für externes Sicherheitspersonal im Jahr 2027 um rund CHF 100'000 reduziert werden. Ab dem Jahr 2028 ist eine jährliche Reduktion von rund CHF 220'000 vorgesehen. Als mögliche Auswirkungen werden eine Zunahme von Unruhe im und um das Zentrum, mehr Kleinkriminalität sowie zusätzliche Polizeieinsätze in der Umgebung genannt.
Der «Sarganserländer» hat am 6. Oktober 2026 über den Sparvorschlag und die möglichen Auswirkungen auf die Standortgemeinde Vilters berichtet. Am 7. Oktober 2026 ersuchte TVO die Gemeinde um eine Stellungnahme, welche am 10. Oktober ausgestrahlt wurde.
Der Gemeinderat Vilters-Wangs nimmt die kantonalen Sparvorschläge zur Kenntnis. Der «Sonnenberg» wird durch den Kanton betrieben. Die Verantwortung für den Betrieb und die damit verbundenen Sicherheitsleistungen liegt beim Kanton. Als Standortgemeinde nimmt Vilters-Wangs mögliche Auswirkungen auf die Bevölkerung sehr ernst.
Die Führung des Zentrums hat sich unter der aktuellen Leitung aus Sicht der Gemeinde im Rahmen des Erwarteten gut bewährt. Das anwesende Sicherheitspersonal leistet dabei, in enger Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei, einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität innerhalb des Zentrums und zu einem geordneten Umfeld für die Bevölkerung.
Eine Reduktion der Sicherheitsdienstleistungen wird deshalb Auswirkungen auf die Sicherheit und das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung haben. Der Gemeinderat erachtet es als keinesfalls vertretbar, bei einer Aufgabe mit dieser Bedeutung und direktem Einfluss auf die lokale Bevölkerung Einsparungen vorzunehmen. Die Sicherheit der Bevölkerung muss bei der Beurteilung der Sparmassnahmen an oberster Stelle stehen.
Nach dem aktuellen Stand des politischen Prozesses handelt es sich um einen kantonalen Sparvorschlag, über den der Kantonsrat in der Wintersession entscheiden wird. Der Gemeinderat erwartet, dass die Regierung und der Kantonsrat die Situation sorgfältig beurteilen und die notwendigen Sicherheitsdienstleistungen weiterhin gewährleistet. Er erwartet seitens Kantons, den heutigen Sicherheitsstandard mindestens beizubehalten.» (pd)

















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