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Spanien lässt Österreich keine Chance und steht im WM-Achtelfinal
Spanien wird seiner Favoritenrolle im Sechzehntelfinal in Inglewood gegen Österreich gerecht. Der Europameister setzt sich ungefährdet mit 3:0 durch.
Es ist kaum zu glauben: Nach ihrem ersten WM-Titel im Jahr 2010 schieden die Spanier bei den folgenden drei Weltmeisterschaften einmal in der Vorrunde und zweimal im Achtelfinal aus. In den beiden K.o.-Spielen unterlagen sie jeweils im Penaltyschiessen. An der laufenden WM blieben die Iberer trotz des Gruppensiegs in der Vorrunde nicht von Kritik verschont. In den spanischen Medien gab es Zweifel an den Titelchancen.
Wie auch immer, im Sechzehntelfinal gegen Österreich hatte das Team von Trainer Luis de la Fuente alles im Griff. Zwar begannen die Österreicher mutig, doch schon bald übernahm die "Furia Roja" wie gewohnt das Spieldiktat, und es war nur eine Frage der Zeit, bis die Führung fiel.
Als der Ball in der 30. Minute nach einem Schuss von Marc Cucurella zum ersten Mal im österreichischen Tor lag, wurde der Treffer wegen einer hart gepfiffenen Goaliebehinderung nicht gegeben. Sechs Minuten später war das 1:0 dann aber Tatsache. Mikel Oyarzabal kam nach einem flachen Zuspiel von Cucurella mitten im Strafraum frei zum Abschluss und liess sich diese Chance nicht nehmen. Die überforderten Österreicher verteidigten in dieser Szene viel zu ballorientiert.
In der zweiten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit fiel beinahe noch der zweite spanische Treffer: Zunächst landete ein Freistoss von Alex Baena an der Latte, wobei Alexander Schlager den Ball noch leicht berührte. In der gleichen Minute scheiterte der äusserst spielfreudige Lamine Yamal aus kurzer Distanz am starken österreichischen Keeper. Das Verpasste holte der völlig freigelassene Pedro Porro in der 66. Minute per Kopf aus etwas mehr als fünf Metern nach.
Dass Oyarzabal das 1:0 erzielte, entbehrte nicht einer gewissen Logik. Der Stürmer von Real Sociedad befindet sich in Topform und zeichnete in der 89. Minute, erneut auf Assist von Cucurella, auch für das 3:0 verantwortlich. Schon beim 4:0 in der Vorrunde gegen Saudi-Arabien war ihm ein Doppelpack gelungen. Damit verzeichnet er in den letzten 15 Länderspielen nicht weniger als 16 Treffer und sieben Assists - eine mehr als beeindruckende Bilanz.
Die von Ralf Rangnick gecoachten Österreicher konnten gegen die spielstarken Spanier nicht ihr gewohntes Pressing aufziehen und leisteten sich zu viele Ballverluste. Als Folge davon brachten sie keinen einzigen Schuss auf das Tor des spanischen Keepers Unai Simon zustande. Dieser blieb im fünften WM-Spiel in Folge ungeschlagen - beim Ausscheiden im Achtelfinal an der WM 2022 gegen Marokko fielen vor dem Penaltyschiessen keine Tore.
Während Österreich im ersten K.o.-Spiel an einer WM seit 1954 wie erwartet als Verlierer vom Platz ging, geht es für die Spanier am 6. Juli in Arlington im Achtelfinal gegen Kroatien oder Portugal weiter.
Telegramm:
Spanien - Österreich 3:0 (1:0)
Inglewood. - 70'492 Zuschauer. - SR Nyberg (SWE). - Tore: 36. Mikel Oyarzabal (Marc Cucurella) 1:0. 66. Pedro Porro (Alex Baena) 2:0. 89. Mikel Oyarzabal (Marc Cucurella) 3:0.
Spanien: Unai Simon; Pedro Porro, Pau Cubarsi, Aymeric Laporte (93. Marc Pubill), Marc Cucurella; Rodri, Pedri (93. Fabian Ruiz); Lamine Yamal (85. Gavi), Dani Olmo (71. Mikel Merino), Alex Baena (71. Ferran Torres); Mikel Oyarzabal.
Österreich: Alexander Schlager; Posch (85. Prass), Danso, Alaba, Laimer; Seiwald (46. Chukwuemeka), Xaver Schlager (46. Grillitsch); Schmid (60. Kalajdzic), Wanner, Sabitzer; Gregoritsch (60. Arnautovic).
Bemerkungen: Verwarnungen: 83. Posch.

















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