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Keystone-SDA | Freitag, 29. Mai 2026

St. Gallen lanciert Offensive für Leseförderung und Französisch

Der St. Galler Bildungsrat reagiert auf die Ergebnisse der jüngsten nationalen Bildungsstudie. Mit einem Massnahmenpaket für die Jahre 2027 bis 2031 sollen die Lesekompetenz gestärkt und Bildungsungleichheiten abgebaut werden. Zudem wird der Französischunterricht weiterentwickelt.

Obwohl das Leistungsniveau in den Sprachen im Kanton St. Gallen insgesamt stabil ist, zeigen die Ergebnisse der nationalen Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK) 2023 Handlungsbedarf. Das teilte der Kanton St. Gallen am Freitag mit.

Ob die sprachlichen Ziele erreicht werden, würden vor allem die soziale Herkunft, das Geschlecht und die Motivation entscheiden. Um diesen Unterschieden entgegenzuwirken, hat der Bildungsrat zwei neue Projektaufträge erteilt.

Ein zentrales Element der Strategie ist der Aufbau eines kantonalen Bildungsmonitorings. Schulen sollen künftig systematisch Daten zur Herkunft und zum familiären Hintergrund ihrer Schülerinnen und Schüler erhalten. Damit sollen Bildungsungleichheiten frühzeitig erkannt und angegangen werden.

Ziel ist es, Ressourcen wie Förderangebote oder Klassengrössen dort einzusetzen, wo sie am dringendsten benötigt werden. Die Umsetzung soll mit dem neuen Volksschulgesetz erfolgen.

Parallel dazu startet das Projekt "Lesekompetenzen". Es unterstützt Lehrpersonen mit Weiterbildungen, Diagnostik-Hilfsmitteln und einer engeren Kooperation mit Bibliotheken. Ergänzend dazu soll der Französischunterricht motivierender gestaltet werden, um die Qualität in der zweiten Landessprache zu sichern. Die Massnahmen sind gemäss Mitteilung niederschwellig konzipiert und lassen den lokalen Schulen bewusst Handlungsspielraum.

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