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St. Galler und Schwyzer Polizei klären Einbrüche in Waffengeschäfte
Die St. Galler und die Schwyzer Polizei haben insgesamt drei Einbrüche in Geschäfte mit dutzenden gestohlenen Waffen aufgeklärt. Denn nach einer solchen Tat in Ried SZ konnten zwei Männer festgenommen werden, als sie während der Flucht in unwegsames Gelände gerieten und die Rega rufen mussten.
Im Juli 2025 gab es im Kanton St. Gallen mehrere Einbrüche in Waffengeschäfte. Zwei davon scheinen nun geklärt, wie aus einer Mitteilung der Kantonspolizei St. Gallen vom Dienstag hervorgeht.
Rückblick: In der Nacht vom 19. auf den 20. Juli stahl ein Mann aus einem Waffengeschäft in Wittenbach sieben antike Waffen. Der Täter konnte fliehen.
Kurz darauf traf es ein Waffengeschäft in Gossau. Am 21. Juli entwendete ein vorerst unbekannter Täter 17 Pistolen. Auch nach dieser Tat gelang dem Mann die Flucht.
Ende September dann schlugen zwei Männer im Kanton Schwyz zu. In Ried im Muotathal stahlen sie aus einem Waffengeschäft 25 Pistolen und zwei Sturmgewehre. Zu ihrem Pech gerieten die Männer während ihrer Flucht in unwegsames Gelände und mussten einen Notruf absetzen. Die Rega barg die beiden mit einer Seilwinde. Danach wurden der 23-jährige und der 25-jährige Mann festgenommen.
Vorzeitiger Strafvollzug
Während der anschliessenden Ermittlungen konnten dem 23-jährigen Franzosen die eingangs erwähnten Einbrüche in die Waffengeschäfte in Wittenbach und Gossau nachgewiesen werden, heisst es in der Mitteilung der St. Galler Polizei vom Dienstag. Vorbestraft ist der Mann nicht.
Anders der 25-Jährige, der nach dem Einbruch in Ried ebenfalls festgenommen worden ist. Der in Frankreich wohnhafte und staatenlose Mann ist nach mehreren rechtskräftigen Urteilen wegen gleichgelagerten Delikten mit einem lebenslänglichen Landesverweis belegt, heisst es im Communiqué weiter. Beide befinden sich nach der Untersuchungshaft im vorzeitigen Strafvollzug. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gelte die Unschuldsvermutung.
Teile des Deliktsguts aus dem Einbruch in Ried konnten sichergestellt werden, schrieb die Polizei weiter. Die Waffen aus den Einbrüchen im Kanton St. Gallen dürften gemäss den bisherigen Erkenntnissen nach Frankreich gebracht worden sein, wobei eine Pistole aus dem Einbruch in Gossau in Frankreich sichergestellt werden konnte.
Rekrutiert über die Sozialen Medien
Die Polizei geht davon aus, dass beiden Männer über Soziale Medien rekrutiert wurden und sie unter Anleitung und ständigem Kontakt mit den Hintermännern die Taten begingen. Die Ermittlungen zu ebendiesen Hintermännern dauern an.
Ebenfalls laufen noch Ermittlungen zu zwei weiteren im Kanton St. Gallen verübten Einbrüchen in Waffengeschäfte. Nach den Einbrüchen im Juli 2025 habe es keine weiteren Fälle mehr gegeben, so die St. Galler Polizei.

















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