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Keystone-SDA | Freitag, 01. Mai 2026

Strafanzeige gegen Rettungskräfte nach Brand in Crans-Montana

Im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS ist eine neue Strafanzeige eingereicht worden. Sie richtet sich gegen die Rettungskräfte, die in der Nacht des Brandes der Bar "Le Constellation" im Einsatz standen.

Die Anzeige wurde von Anwälten von Opfern eingereicht, wie die Walliser Staatsanwaltschaft am Freitag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage mitteilte. Sie bestätigte damit Berichte italienischer und Schweizer Medien.

Im Interview mit der Nachrichtensendung "19h30" des Westschweizer Fernsehens RTS erklärte der italienische Anwalt Fabrizio Ventimiglia am Donnerstagabend, es habe unmittelbar nach dem Brand Mängel in der Versorgung der Verletzten gegeben. "Es fehlte an Tragen, vor allem aber an Rettungsdecken und Sauerstoffflaschen. Diese waren unerlässlich, damit alle Verletzten sofort atmen konnten", sagte er.

Nach Informationen von RTS will die Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung zu den Rettungsmassnahmen eröffnen. Diese soll parallel zur Hauptuntersuchung laufen, in der bereits 13 Personen angeklagt sind.

Die Kantonale Walliser Rettungsorganisation (KWRO) zeigte sich in einer Mitteilung "überrascht" über die gegen ihr Dispositiv erhobenen Vorwürfe. "Die vor Ort eingesetzten Teams bestehen stets aus qualifizierten Fachkräften, die speziell für die Bewältigung von Notfällen mit mehreren Verletzten ausgebildet sind", heisst es darin.

Beim Brand in Crans-Montana in der Silvesternacht kamen 41 Menschen ums Leben, 115 Personen wurden verletzt.

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