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Keystone-SDA | Freitag, 15. Mai 2026

Strasse von Hormus aus Irans Sicht nur für Feinde gesperrt

Die Strasse von Hormus ist aus Sicht der iranischen Regierung nur für ihre Feinde gesperrt.

"Die Strasse von Hormus ist aus unserer Sicht nicht geschlossen, insbesondere nicht für befreundete Länder. Sie ist nur für unsere Feinde geschlossen", sagte Aussenminister Abbas Araghtschi am Rande des Aussenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe in Neu-Delhi.

Irans Chefdiplomat stellte überraschend auch eine Aufhebung von Einschränkungen durch die iranische Marine in Aussicht. Araghtschi nannte dafür als Voraussetzung ein Ende des Kriegs, den die USA und Israel Ende Februar gegen den Iran begonnen hatten. "Dann werden wir sicherstellen, dass die sichere Passage für jedes einzelne Schiff garantiert ist", sagte er.

Irans Streitkräfte hatten kurz nach Kriegsbeginn die Kontrolle über die für den Energiehandel wichtige Strasse von Hormus übernommen. Durch Drohungen, Kontrollen und Angriffe auf Schiffe kam der Verkehr in der Meerenge weitgehend zum Erliegen. Die Folge waren weltweit deutlich steigende Energie- und Kraftstoffpreise. Die Meerenge ist laut dem Iran zudem inzwischen vermint.

Teheran betont stets, die Strasse von Hormus sei nicht blockiert. Faktisch müssen sich Reedereien jedoch mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und dürfen anschliessend nur einen Korridor nahe der iranischen Küste passieren.

Dafür verlangt die iranische Führung hohe Gebühren. Völkerrechtlern zufolge verstossen solche Gebühren gegen das Recht auf Transitpassage. Die USA verhängten Mitte April ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran, um das Land unter anderem von Öleinnahmen abzuschneiden.

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