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Sudanesische Regierung kehrt in Hauptstadt Khartum zurück
Die sudanesische Regierung ist von der Hafenstadt Port Sudan in die Hauptstadt Khartum zurückgekehrt, die sie nach Ausbruch des Krieges im April 2023 verlassen hatte.
Die Rückkehr sei endgültig, sagt Ministerpräsident Kamel Idris. Die Regierung wolle sich darauf konzentrieren, die Lebensbedingungen und die Sicherheit der Menschen im Sudan zu verbessern, vor allem im Gesundheits- und Bildungswesen.
Zehn Monate nach der Vertreibung der Miliz RSF aus Khartum schreitet die Normalisierung in der Hauptstadt damit voran. In den vergangenen drei Monaten hatten bereits mehrere Ministerien ihre Arbeit in Khartum wiederaufgenommen.
Zwölf Millionen Vertriebene
Der blutige Machtkampf zwischen de-facto Staatschef Abdel-Fattah al-Burhan und dessen früheren Stellvertreter Mohammed Hamdan Daglo hat nach UN-Angaben die grösste humanitäre Krise weltweit ausgelöst. Durch den Konflikt wurden zwölf Millionen Menschen vertrieben.
Nach Khartum kehren Vertriebene inzwischen wieder zurück. In anderen Teilen des Landes herrscht dagegen weiter Krieg. Daglos Miliz RSF nahm Ende vergangenen Jahres nach langer Belagerung Al-Faschir, die Hauptstadt von Nord-Darfur, ein. Inzwischen haben sich die Kämpfe vor allem in die Region Kordofan verlagert. Die RSF kontrolliert ausserdem die Region Darfur.
Menschenrechtsgruppen werfen beiden Konfliktparteien schwere Verbrechen vor. Vor allem die RSF wird für Massaker, sexuelle Gewalt und Folter von Zivilisten verantwortlich gemacht.
















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