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Swiss verzichtet vorerst auf höheren Treibstoffzuschlag
Die Fluggesellschaft Swiss verzichtet trotz gestiegener Ölpreise auf eine kurzfristige Erhöhung ihres Treibstoffzuschlags für Passagiere.
Das Unternehmen beobachte die Entwicklung der Ölpreise aber aufmerksam, erklärte ein Sprecher der Airline auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP am Mittwoch.
Swiss sei zumindest kurzfristig vor starken Preissprüngen geschützt, da die Fluggesellschaft ihren Treibstoffbedarf im Verbund mit der Lufthansa-Gruppe zu einem grossen Teil im Voraus absichere, erklärte der Sprecher. Durch dieses sogenannte Hedging kauft der Konzern einen Teil des Kerosins Monate im Voraus zu festen Preisen ein. Im vergangenen Jahr profitierte das Unternehmen noch von tieferen Ölpreisen.
Bei der Swiss war die Tankrechnung im vergangenen Jahr mit rund einer Milliarde Franken der grösste einzelne Kostenblock der Airline, wie Finanzchef Dennis Weber am vergangenen Freitag im Gespräch mit AWP sagte. Wenn der Treibstoffpreis, der seit Kriegsausbruch im Iran massiv nach oben geschossen ist, auf dem jetzigen Niveau bleibe, dürfte das die Swiss einen dreistelligen Millionenbetrag zusätzlich kosten.
Andere Fluggesellschaften haben wegen der stark gestiegenen Treibstoffkosten bereits Preisanpassungen angekündigt. So teilte etwa die australische Airline Qantas mit, ihre Tarife zu erhöhen, während die indische Fluggesellschaft Air India zusätzliche Treibstoffzuschläge einführt. Auch in Europa reagierten Airlines: Die Fluggesellschaft Scandinavian Airlines kündigte eine vorübergehende Preiserhöhung an, um die steigenden Kerosinkosten auszugleichen.
















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