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Wirtschaft
Keystone-SDA | Montag, 20. April 2026

Swissgrid weist 2025 tieferen Gewinn aus und investiert in Netze

Die nationale Netzgesellschaft Swissgrid hat im Geschäftsjahr 2025 einen um rund 12 Millionen Franken tieferen Gewinn erzielt als noch 2024. Gleichzeitig investierte das Unternehmen 281,2 Millionen Franken in den Ausbau des Übertragungsnetzes.

Der Unternehmensgewinn belief sich auf 91,7 Millionen Franken, wie Swissgrid am Montag mitteilte. 2024 wies das Unternehmen noch ein Ergebnis von rund 103,8 Millionen Franken aus. Als Grund für den Rückgang nannte es den regulatorisch bedingten Abbau von Unterdeckungen, also in den Vorjahren entstandene Kosten, welche die tariflichen Einnahmen überstiegen.

Das Übertragungsnetz sei im Berichtsjahr jederzeit verfügbar gewesen und habe rund 70,5 Terawattstunden elektrische Energie transportiert. Damit habe das Unternehmen seinen Kernauftrag erfüllt. Der Verwaltungsrat schlägt laut der Mitteilung eine Dividende von 45,8 Millionen Franken vor, knapp sechs Millionen weniger als im Jahr zuvor.

Höhere Investitionen, tieferer Umsatz

Die Gesamtinvestitionen stiegen um 33 Millionen auf 356,6 Millionen Franken. Davon flossen 281,2 Millionen in den Netzausbau und 15,3 Millionen in die Instandhaltung. Im Rahmen der Strategie "Netz 2040" plant Swissgrid bis ins Jahr 2040 Investitionen von insgesamt 5,5 Milliarden Franken in 31 Netzprojekte. Als wichtigen Meilenstein im Jahr 2025 führte das Unternehmen etwa die erhaltene Baubewilligung für die Leitung im neuen Gotthardstrassentunnel auf.

Der Nettoumsatz der Netzgesellschaft wiederum sank von 1,8 auf 1,5 Milliarden Franken. Dies aufgrund des tieferen Zinsniveaus. Um die Effizienz zu steigern, setzte Swissgrid eine auf künstlicher Intelligenz basierende Software ein. Diese habe im Regelenergie-Management Kosten von rund 20 Millionen Euro eingespart.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Swissgrid ein leicht tieferes Ergebnis als 2025, zumal es massgeblich von den Vorgaben des Bundes abhänge. Für die künftige Versorgungssicherheit seien die "Netzexpress"-Vorlage zur Beschleunigung von Bewilligungsverfahren sowie das Stromabkommen mit der EU zentrale Faktoren, hiess es weiter.

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