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Keystone-SDA | Dienstag, 28. April 2026

Terror-Prozess um abgesagte Swift-Konzerte gestartet

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat knapp zwei Jahre nach der Absage der Taylor-Swift-Konzerte in Wien der Prozess gegen zwei mutmassliche Mitglieder einer Terrorzelle am Landesgericht Wiener Neustadt begonnen.

Einem 21-jährigen Österreicher mit nordmazedonischen Wurzeln wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, dass er im August 2024 ein Blutbad unter Swift-Fans vor dem Konzertgelände am Ernst-Happel-Stadion anrichten wollte. Nach seiner Festnahme und dem Bekanntwerden der mutmasslichen Pläne waren alle drei Konzerte des US-Musikstars in Wien vorsorglich abgesagt worden.

Vorwurf der "Terrorzelle" schwerwiegend

Der zweite Angeklagte hatte laut Justiz zwar keine direkte Verbindung zu den Attentatsplänen. Er soll aber mit dem Hauptangeklagten und einem dritten Verdächtigen, der aktuell in Saudi-Arabien in Haft sitzt, laut Justiz eine jederzeit anschlagsbereite Terrorzelle gebildet haben. Der dritte Verdächtige hatte in Mekka in Saudi-Arabien bei einem Anschlag mehrere Sicherheitsbeamte mit Messerstichen verletzt.

Den beiden Angeklagten drohen 10 bis 20 Jahre Haft. Entscheidend für die Höhe der möglichen Strafe ist der Verdacht, dass beide Verdächtige den mutmasslichen Komplizen bei dessen Tat in Saudi-Arabien ermutigt und unterstützten. Für die Vorbereitung eines Terror-Akts - wie beim Swift-Konzert - fällt die mögliche Strafhöhe deutlich niedriger aus.

Vorsorgliche Absage durch den Veranstalter

Die drei Konzerte waren Teil der "Eras"-Tour von Swift und sollten vom 8. bis 10. August 2024 im Ernst-Happel-Stadion stattfinden. Insgesamt wurden rund 200.000 Besucher erwartet. Swift (36) war damals auf ihrer sechsten grossen Konzerttournee. Mit der "Eras"-Tour wollte die Musikerin alle bis dahin veröffentlichten Alben und ihre "musikalischen Epochen" feiern.

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