Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Traumstart von Aufsteiger SV Elversberg - Lustrinellis späte Freude
Elversberg gelingt ein traumhaftes Debüt in der 1. Bundesliga. Der Aufsteiger aus dem Saarland gewinnt in der 1. Runde am Samstag daheim gegen Leverkusen mit 3:2.
Vincent Wagner, Trainer des SV Elversberg, verglich den Aufstieg seiner Mannschaft in die höchste deutsche Liga mit der Mondlandung und der Klassenerhalt "wäre wie die Reise zum Mars". Noch ist der Weg zu einer zweiten Saison in der 1. Bundesliga weit, aber besser hätte er nicht beginnen können. Nur neun Minuten benötigte Elversberg für seine ersten zwei Treffer durch Lukas Petkovic (8.) und Rekordeinkauf Cole Campbell (für 6 Mio. Euro von Dortmund). Noch nie hatte ein Liga-Neuling so rasch seine ersten zwei Bundesliga-Tore erzielt. Das 3:0 fiel rund 30 Sekunden nach der Pause, bevor Leverkusen in der Schlussviertelstunde seine beiden Treffer erzielte.
Der Überraschungsklub Deutschlands aus der 13'000 Einwohner zählenden Gemeinde Spiesen-Elversberg befindet sich seit 2022 mit drei Aufstiegen auf der Überholspur. Die Perspektiven in der 1. Bundesliga sind trotz beschränkter finanzieller Mittel und einem Stadion, das derzeit nur Platz für 10'000 Personen bietet, gut. Elversberg zählt einige vielversprechende junge Spieler in seinem Kader, unter anderem Francis Onyeka, der für diese Saison von Leverkusen ausgeliehen ist.
Unentschieden für Lustrinelli und Fischer
Mauro Lustrinelli startete mit einem spektakulären 3:3-Remis in seine Bundesliga-Karriere. Der seit diesem Sommer bei Union Berlin engagierte Tessiner kam im Duell der Super-League-Meistertrainer gegen Adi Hütter, der seit dieser Saison wieder Eintracht Frankfurt coacht, in der Nachspielzeit zum einen Punkt. Leopold Querfeld (79.) und Tim Skarke (92.) trafen vom 1:3 zum 3:3. Für die Frankfurter erzielte der frühere Elversberger Younes Ebnoutalib alle drei Tore. Bei Union gab Michel Aebischer eine Stunde lang sein Bundesliga-Debüt.
Der Mainzer Urs Fischer, der zweite Schweizer Trainer in der 1. Bundesliga, startete mit einem torlosen Remis daheim gegen Aufsteiger Paderborn enttäuschend in die Saison. Silvan Widmer kam in der Schlussviertelstunde für die Gastgeber zum Einsatz. Keine Spielminuten erhielte der von St. Gallen zu Hoffenheim gewechselte Alessandro Vogt. Der junge Schweizer Stürmer steht dem Vernehmen nach vor einem leihweisen Wechsel.

















Kommentare (0)
Schreibe einen Kommentar