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Keystone-SDA | Dienstag, 12. Mai 2026

Trump spielt Spannungen mit China im Iran-Krieg herunter

US-Präsident Donald Trump hat vor seiner Reise nach Peking Differenzen mit Staatschef Xi Jinping in Bezug auf den Iran-Krieg heruntergespielt.

Der chinesische Staatsführer habe seine Sache ziemlich gut gemacht, sagte Trump auf eine Journalistenfrage nach Chinas Rolle im Iran. "Schauen sie auf die Seeblockade - keine Probleme", sagte Trump.

Tatsächlich ist die Unterstützung aus China für den Iran ein Spannungspunkt im Verhältnis zwischen Washington und Peking. So hatte das US-Finanzministerium zuletzt mehrfach Sanktionen gegen chinesische Firmen verhängt, die den USA zufolge unerlaubten Handel mit dem Iran treiben. Dabei ging es unter anderem um Raffinerien, die die für Teheran wichtigen Ölexporte abnehmen. China ist der mit Abstand wichtigste Abnehmer iranischen Öls. Die USA versuchen hingegen, mit einer Seeblockade den Druck auf die iranische Führung zu erhöhen.

Xi sei jemand, mit dem er sehr gut auskomme, sagte Trump. "Das wird eine sehr spannende Reise. Es werden viele grossartige Dinge passieren", sagte er. Danach gefragt, ob Xi im Iran-Krieg hilfreich sein könne, sagte Trump: "Ich denke, wir brauchen im Iran überhaupt keine Hilfe."

Trump gibt sich zuversichtlich mit Blick auf Irans Urananreicherung

In dem seit über zwei Monaten andauernden Krieg mit dem Iran sind die diplomatischen Bemühungen für ein Friedensabkommen ins Stocken geraten. Ein zentraler Streitpunkt zwischen den Kriegsparteien ist der Umgang mit Irans umstrittenem Atomprogramm und dessen Beständen von rund 440 Kilogramm Uran, das auf 60 Prozent angereichert wurde und bei Weiterverarbeitung für den Bau mehrerer Atomwaffen dienen könnte.

In einem Interview mit dem Radiosender 77 WABC äusserte sich Trump dazu nun zuversichtlich. Auf die Frage, ob er überzeugt sei, den Iran davon abhalten zu können, Uran anzureichern, und dafür zu sorgen, dass Teheran niemals eine Atomwaffe bekomme, sagte Trump: "Zu 100 Prozent. Sie werden damit aufhören". Der US-Präsident bekräftigte zudem, dass man die hochangereicherten Uran-Vorräte Teherans bekommen werde. Auf welchem Wege liess er dabei offen.

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