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UN-Experten melden Aktivität rund um iranisches Uran-Lager
UN-Atominspektoren haben auf Satellitenbildern Aktivitäten rund um ein unterirdisches Lager für umstrittene Bestände von hoch angereichertem Uran beobachtet. Das teilte der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, in einem neuen Bericht in Wien mit.
Die IAEA könne dieses beinahe waffentaugliche Material nicht vor Ort überprüfen, weil Teheran dies nicht zulasse, hiess es in dem nicht öffentlichen Dokument, das der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorlag. Der Bericht wurde wenige Tage vor weiteren Verhandlungen in Wien fertiggestellt, die zu einer Einigung im Atomstreit zwischen Teheran und Washington führen sollen.
IAEA ohne Zugang zu zerstörten Anlagen
Israel und die Vereinigten Staaten hatten im vergangenen Juni eine Reihe von wichtigen Atomanlagen im Iran bombardiert, um zu verhindern, dass die Islamische Republik Atomwaffen herstellen kann. Seitdem hat der Iran keine IAEA-Inspektionen an den zerstörten Standorten zugelassen, sie sind nur mittels Satelliten im Blick der Experten.
Deshalb könne die IAEA auch nicht überprüfen, ob der Iran die Herstellung von angereichertem Uran eingestellt habe, und wie viel Uran derzeit vorhanden sei, hiess es in dem Bericht. Es sei "unverzichtbar und dringend", dass Teheran umfassende Inspektionen erlaube, schrieb Grossi. Die Behörde in Wien habe regelmässige Aktivitäten von Fahrzeugen bei einem Zugang zu der Uran-Lagerstätte in Isfahan beobachtet, berichtete Grossi. Auch bei angegriffenen Anreicherungsanlagen seien Aktivitäten zu sehen, fügte er hinzu.
Offenen Fragen zu beinahe waffentauglichem Uran
Vor den Angriffen verfügte der Iran über rund 440 Kilogramm an Uran mit einem Reinheitsgrad von 60 Prozent - laut Fachleuten genug für mehrere Atomwaffen, falls das Material weiterverarbeitet würde. Verbleib und Zustand dieser Vorräte sind derzeit ungeklärt.
Die Vereinigten Staaten und der Iran verhandelten zuletzt in Genf unter Vermittlung des Oman über das iranische Atomprogramm. Nächste Woche sollen die Gespräche auf technischer Ebene in Wien fortgesetzt werden, wie Grossi in dem Bericht bestätigte.
Die USA wollen verhindern, dass Teheran Atomwaffen entwickelt. Die iranische Regierung bestreitet solche Absichten, zeigt sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert Teheran die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen. US-Präsident Donald Trump hat der iranischen Staatsführung ein Ultimatum bis Anfang März gestellt. Trump hat mit militärischen Massnahmen gedroht, sollte keine Einigung erzielt werden.
















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