Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Ungewöhnliche Klänge und etwas Sonnenschein am Basler Cortège
Am ersten Cortège, dem grossen Fasnachts-Umzug am Montagnachmittag in Basel, sind Guggen, Wagen und Waggis zu den Cliquen gestossen. Teilweise waren Klänge zu vernehmen, die man nicht an der Fasnacht erwartet.
Die Stammclique der Basler Bebbi Basel marschierte mit schwarzen Lautsprecher-Larven durch die Stadt. Aus starken Lautsprechern am Wagen waren propagandistische Sequenzen und martialische Musik zu hören. Das Sujet der Formation bezog sich auf die Untergrabung der Demokratie durch Falschinformationen in den USA.
Die Stammclique der Alti Stainlemer war als eine Mischung zwischen Soldaten und Engeln kostümiert. Während vorne Friedensnobelpreise verteilt wurden, donnerte hinter der Laterne der Krach des Krieges aus mitgetragenen Blechplatten. Ihr Sujet setzte sich mit dem Paradoxon auseinander, Frieden mit Krieg erkämpfen zu wollen.
Gleich mehrere Formationen griffen das Bussensystem in Birsfelden BL auf. Die automatische Durchfahrtskontrolle, die alle büsst, die ohne Bewilligung in weniger als 15 Minuten durch die Gemeinde fahren, hatte letztes Jahr für grossen Wirbel gesorgt und ist noch immer umstritten.
Andere Formationen präsentierten weitere Sujets, so etwa den Verkehr, Spielen ohne Bildschirm, KI oder Globi. Währenddessen entluden Waggis fröhlich Haufen von Räppli in die Menge - oder sie zeigten sich gnädig und gaben dem Publikum Geschenke mit.
Trotz milden Temperaturen und vereinzelten Sonnenstrahlen waren die Strassen in Basel nicht so voll wie auch schon zur Fasnacht, wie vor Ort zu beobachten war.
















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