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Keystone-SDA | Dienstag, 15. September 2026

Ursula Andress-Filme an den Solothurner Filmtagen

Die Berner Schauspielerin Ursula Andress ist im letzten März 90 Jahre alt geworden. Dass ihre Karriere aus mehr als dem Bondgirl aus "Dr. No" besteht, zeigen im kommenden Januar die Solothurner Filmtage. Das Festival widmet ihr das Spezialprogramm Histoires.

Ursula Andress sei ihrer Zeit voraus gewesen. In ihren Rollen habe sie sich selbstbestimmt gezeigt und Rollenbilder mitgeprägt, "die sich nicht auf gängige Klischees reduzieren liessen", schrieben die Solothurner Filmtage am Dienstag.

Vor diesem Hintergrund widmet ihr das Filmfestival sein Spezialprogramm Histoires und würdigt damit "erstmals in der Schweiz ihre aussergewöhnliche Filmkarriere". Vorgesehen sind rund zehn Filme, die Andress in ihren legendären wie auch weniger bekannten "humorvollen und subversiven" Rollen zeigen.

Andress nicht selber zu Gast

Andress selber wird nicht zu Gast an den Solothurner Filmtagen sein. Aber Gespräche mit Weggefährtinnen, Personen aus ihrem Umfeld und Filmschaffenden sowie -historikern sollen verschiedene Aspekte ihrer Karriere beleuchten - und damit ein breites Publikum angesprochen werden. Das Ziel ist, das Werk von Andress in das Autorenkino der 1960er- und 1970er-Jahre einzuordnen.

Die Schauspielerin Ursula Andress hat sich im Verlauf ihrer Karriere in der Öffentlichkeit rar gemacht, wenig Interviews gegeben und das Rampenlicht eher gescheut. Umso präsenter waren Filmpartner von ihr, wie Elvis Presley, Frank Sinatra oder Sean Connery, und auch ihre Beziehungen beispielsweise zu James Dean oder Jean-Paul Belmondo.

Die Filmtage wollen nun aber vor allem ihr Filmschaffen ins Zentrum stellen, so einen ihrer wenigen Auftritte im Schweizer Film, in "Klassezämekunft" (1988) etwa. Oder im internationalen Film als eiskalte und erfolgreiche Jägerin in "La decima vittima" (1965) von Regisseur Elio Petri und an der Seite von Marcello Mastroianni. Als weiteres wichtiges Werk sehen die Solothurner Filmtage den Western "Soleil Rouge" (1971) vor; in dem Film von Teerence Young ist Andress an der Seite von Alain Delon, Charles Bronson und Toshirō Mifune aufgetreten.

Die Details zum Programm von Histoires, das parallel zum Hauptprogramm läuft, wollen die Filmtage im November bekannt geben. Für das Spezialprogramm arbeiten die Filmtage unter anderem mit der Cinématèque suisse zusammen. Die 62. Ausgabe der Solothurner Filmtage findet vom 20. bis 27. Januar statt.

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