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Keystone-SDA | Donnerstag, 12. Februar 2026

US-Energieminister trifft Venezuelas Präsidentin in Caracas

US-Energieminister Chris Wright hat in Caracas die geschäftsführende Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, getroffen. Der US-Präsident setze sich leidenschaftlich dafür ein, die Beziehung zwischen den USA und Venezuela grundlegend zu verändern, betonte Wright.

Sein Besuch in der venezolanischen Hauptstadt zielt nach Angaben seines Ministeriums darauf ab, Wohlstand und Sicherheit für Venezuela, die USA und die gesamte "westliche Hemisphäre" voranzutreiben.

Mit dem Begriff ist meist der Doppelkontinent Amerika samt umliegender Inseln gemeint. US-Präsident Donald Trump benutzte ihn zuletzt mehrfach, um den Anspruch seines Landes auf die Vorherrschaft auf dem amerikanischen Doppelkontinent zu bekräftigen.

US-Spezialeinheiten hatte Anfang Januar den autoritären Staatschef Nicolás Maduro in Caracas gefangengenommen und nach New York gebracht, wo ihm wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden soll. Seitdem wird das Land von Rodríguez regiert, die zuvor Maduros Vizepräsidentin war.

Fokus Öl

Neben Rodríguez soll Wright in Venezuela seinem Ministerium zufolge auch Wirtschaftsvertreter wichtiger Sektoren treffen und einige Ölfelder des Landes besuchen.

Venezuelas Parlament hatte jüngst eine Gesetzesinitiative zur Stärkung der Ölindustrie gebilligt. Die Reform ermöglicht zusätzliche ausländische Investitionen in den Energiesektor.

Auch Trump plädierte für Investitionen in Milliardenhöhe, allerdings erhebt er auch Anspruch auf das Öl des südamerikanischen Landes. Er begründet das mit der Enteignung von US-Energiekonzernen bei der Verstaatlichung der venezolanischen Öl-Industrie in den 1970er Jahren. Vergangenen Monat hatte er zudem angedeutet, die USA könnten Venezuela - insbesondere mit Blick auf den Ausbau der Öl-Infrastruktur - noch über Jahre hinweg beaufsichtigen.

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