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Keystone-SDA | Mittwoch, 10. Juni 2026

US-Militär greift Tanker wegen iranischen Öls an

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen Tanker im Golf von Oman angegriffen, der versucht haben soll, iranisches Öl zu transportieren. Der Maschinenraum des unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau fahrenden Schiffes "Settebello" sei beschossen worden, nachdem sich die Besatzung den Anweisungen der Streitkräfte widersetzt habe, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit.

Indien verurteilt Angriff

Nach Angaben des indischen Aussenministeriums gelten drei indische Besatzungsmitglieder als vermisst. Die übrigen 24 seien gerettet worden. In Zusammenarbeit mit den Behörden in Oman laufe eine Suchaktion nach den vermissten Seeleuten.

Das Ministerium verurteilte den Angriff in einer Mitteilung. "Die Angriffe auf die Handelsschifffahrt und die zivile Infrastruktur in der Region müssen eingestellt werden", hiess es weiter, ohne die USA namentlich zu nennen. Berichten der Zeitung "The Hindu" und anderer indischer Medien zufolge bestellte das Aussenministerium aus Protest den stellvertretenden Botschafter der USA in Neu-Delhi ein.

Die Blockade der USA

Über den Vorfall mit dem Tanker hatte zuvor die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) informiert. Demnach war im Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen. Die Besatzungsmitglieder wurden evakuiert. Zunächst war von zwei Vermissten und einem "Opfer" die Rede gewesen. Es war unklar, ob es sich dabei um ein Todesopfer oder einen Verletzten handelte.

Die USA haben eine Blockade iranischer Häfen verhängt als Reaktion auf die faktische Blockade der Strasse von Hormus durch den Iran. Seit Mitte April wurden nach US-Angaben nun insgesamt acht Schiffe manövrierunfähig gemacht. Mit der Blockade der Häfen machen die USA Druck auf den Iran, der wirtschaftlich stark vom Ölhandel abhängt.

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