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Wirtschaft
Keystone-SDA | Donnerstag, 15. Januar 2026

VAT spürt deutlich anziehende Nachfrage

Die Nachfrage nach den Produkten des Ostschweizer Hightechkonzern VAT hat im Schlussquartal 2025 markant angezogen. Die Erwartungen der Analysten wurden deutlich übertroffen.

Der Auftragseingang zog im vierten Quartal um knapp 14 Prozent auf 305 Millionen Franken an und kam damit im Gesamtjahr bei unveränderten 1,03 Milliarden zu liegen. Dies teilte der Hersteller von Vakuumventilen, die schwergewichtig bei der Produktion von Halbleitern zum Einsatz kommen, am Donnerstag mit.

Damit gelang dem Unternehmen eine faustdicke Überraschung. Analysten hatten im Vorfeld (AWP-Konsens) mit einem deutlich rückläufigen Auftragseingang im Schlussquartal und im Gesamtjahr gerechnet.

Das Unternehmen begründet die besser als erwartete Entwicklung unter anderem mit einer anziehenden Nachfrage nach KI-Anwendungen, Technologiewechseln und einer starken Nachfrage aus China. Die Geschäftsentwicklung im vierten Quartal und mit Blick auf 2026 deute darauf hin, dass der Wachstumspfad hin zu einem Halbleitermarkt von 1000 Milliarden US-Dollar gegeben sei, so das Communiqué. Allerdings enthalte der Auftragseingang auch 30 bis 35 Millionen vorgezogener Aufträge im Vorfeld von Preiserhöhungen, wurde eingeräumt.

Umsatz auch besser als erwartet

Beim Umsatz schnitt das Unternehmen im vierten Quartal ebenfalls besser ab als erwartet. Dieser ging gegenüber dem Vorjahr zwar um 9 Prozent auf 257 Millionen zurück, Analysten hatten aber mit einem noch deutlich stärkeren Rückgang gerechnet. Und das Unternehmen selber hatte im Oktober auch nur einen Wert von 225 bis 245 Millionen in Aussicht gestellt. Beim Umsatz gab es einen Sondereffekt. So war dieser im Vorjahreszeitraum durch eine Verschiebung von Verkäufen aufgebläht worden.

Im Gesamtjahr nahm der Umsatz um 14 Prozent auf 1,07 Milliarden zu. Die EBITDA-Marge soll bei rund 30 Prozent und damit am unteren Rand des Zielbands von 30 bis 37 Prozent zu liegen kommen, wie es weiter hiess. Margenvorteile aus höheren Volumina seien teilweise durch ungünstige Wechselkursentwicklungen - insbesondere durch die Entwicklung des Schweizer Frankens gegenüber dem US-Dollar - aufgezehrt worden. Der vorläufige Free Cashflow für das Gesamtjahr 2025 wird mit "mehr als 225 Millionen Franken" erwartet und liege damit rund 23 Prozent über dem Vorjahreswert.

Einen konkreten Ausblick für 2026 gibt es laut den Angaben bei der Vorlage der Gewinnzahlen Anfang März.

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