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Sport
Keystone-SDA | Donnerstag, 12. März 2026

Vereinzelte Protestaktionen bei Russlands Rückkehr

Russland und Belarus dürfen an den Paralympics erstmals seit 2014 wieder unter eigener Flagge antreten. Vor Ort ist die Stimmung bei den Athleten unterschiedlich.

Viermal ertönte bisher die russische Hymne an den Paralympics. Bereits am ersten Wettkampftag feierte Russland die erste Medaille und damit die Rückkehr auf die internationale Sportbühne. Alexej Bugajew gewann in der Abfahrt Bronze, Gold ging an Robin Cuche.

"Politisch muss ich mich gar nicht dazu äussern, dass Russland teilnehmen wird", hatte der Neuenburger im Vorfeld der Spiele gesagt. Sportlich gesehen seien die Russen starke Konkurrenten. Unabhängig von deren Herkunft hoffe er jedoch, dass sie ihn am Ende nicht die Medaillen kosten.

Nur vereinzelt Protestaktionen

Die Aussage von Robin Cuche steht sinnbildlich dafür, wie die Rückkehr Russlands auf eine der grössten Sportbühnen der Welt von den Athleten wahrgenommen wird. Meist werden die russischen Teilnehmer einfach als Sportler betrachtet - und nur als das.

Nur vereinzelt entschieden sich Teilnehmende bisher, ein Zeichen gegen Russland zu setzen. So zum Beispiel die deutsche Langläuferin Linn Kazmaier und ihr Guide Florian Baumann. Nach dem Gewinn der Silbermedaille im Sprint am Dienstag - Gold ging an die Russin Anastasija Bagijan - sagte Kazmaier zur ARD: "Menschlich gönnt man es den Personen total. Ich kenne die Leute nicht, ich weiss nicht: Vielleicht unterstützen sie das System in Russland genauso wenig."

Dennoch sei es politisch nicht vertretbar, Russland unter eigener Flagge antreten zu lassen. Kazmaier und Baumann liessen so während der russischen Hymne die Mützen auf, wendeten sich nicht zur Fahne und verweigerten ein Selfie auf dem Podest.

Baumann wie Kazmaier betonten gegenüber dem ZDF, dass es nicht gegen die russischen Athleten gerichtet sei. "Aber der Entscheid des IPC, dass Russland hier unter eigener Flagge, mit eigener Hymne und mit voller Kapelle antreten kann, während die Ukrainer auch hier sind, finde ich einfach nicht richtig", sagte Baumann. Der ukrainischen Delegation war derweil verboten worden, eine Jacke mit den Grenzzügen des Landes, inklusive der Krim, zu tragen.

"Dreckig und respektlos"

Der Entscheid des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), russische und belarussische Sportlerinnen und Sportler unter ihrer Flagge starten zu lassen, fiel im vergangenen November. An der Generalversammlung sprach sich eine Mehrheit der abstimmenden Nationen dafür aus.

Der Präsident des Stiftungsrats von Swiss Paralympic, Christof Baer, sagte dazu: "Den juristischen Entscheid des internationalen Sportgerichtshofs sowie den demokratischen Entscheid der IPC-Generalversammlung respektieren wir. Gleichzeitig stehen wir der Teilnahme der zehn russischen und belarussischen Athletinnen und Athleten unter ihrer Landesflagge kritisch gegenüber".

Deutlichere Worte fand Ukraines Präsident Wolodimir Selenski in einem Interview mit Piers Morgan: Dreckig und respektlos sei der Entscheid, so Selenski.

Werden die Paralympics zum Präzedenzfall?

Trotz der vorab geäusserten Empörung ist vor Ort, besonders beim Publikum, kaum Missfallen bemerkbar. Zwar war es auf der gut gefüllten Tribüne in Cortina d’Ampezzo während der Fahrt von Alexej Bugajew im Super-G anlässlich der Alpinen Kombination leiser als bei den anderen startenden Athleten. Und als der Russe im Slalom als Halbzeit-Führender startete, wurde es gar mucksmäuschenstill.

Gejubelt wurde erst wieder, als Bugajew ausschied. Wohl aber eher aus dem französischen Lager, da Arthur Bauchet gerade Gold gewonnen hatte. Die Reaktion dürfte weniger ein politisches Statement gewesen sein.

Ob die Rückkehr Russlands zu den Paralympics einen Präzedenzfall schafft, der künftige Teilnahmen des Landes bei anderen Sportevents erleichtert, wird sich zeigen. Klar ist jedoch: Das Thema wird die Sportwelt noch lange beschäftigen. Besonders, wenn in Zukunft auch im Ukraine-Krieg verwundete russische Soldaten an den Paralympics antreten sollten. Entsprechende Programme gibt es in Russland bereits.

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