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Keystone-SDA | Dienstag, 07. Juli 2026

Vergewaltigungsprozess gegen Bündner Ex-Richter erneut verschoben

Das Obergericht Graubünden hat den Berufungsprozess gegen einen ehemaligen kantonalen Verwaltungsrichter erneut verschoben. Die Verteidigung hatte diese Verschiebung beim Gericht beantragt. In erster Instanz war der Beschuldigte der Vergewaltigung schuldig gesprochen worden.

Am 14. und 15. Juni hätte vor dem Obergericht Graubünden die Berufungsverhandlung gegen einen ehemaligen Bündner Verwaltungsrichter stattfinden sollen. Doch der Prozess wird verschoben, wie das Obergericht am Dienstag mitteilt. Die Verteidigung habe am Dienstag eine Verschiebung beantragt. Die Verfahrensleitung gab diesem Antrag gleichentags statt.

Im Berufungsprozess angeklagt ist ein ehemaliger Richter des Bündner Verwaltungsgerichts. Er war in erster Instanz vom Regionalgericht Plessur der Vergewaltigung, der körperlichen sexuellen Belästigung und der wiederholten Bedrohung einer ehemaligen Praktikantin für schuldig befunden worden. Das Regionalgericht verurteilte ihn zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 23 Monaten.

Der Prozess wurde schon einmal kurzfristig verschoben. Er sollte ursprünglich am 17. und 18. März stattfinden. Die Verteidigung beantragte damals frühzeitig eine Verschiebung, da sie an diesen Tagen aufgrund einer Terminkollision nicht am Prozess hätte teilnehmen können.

Konkret war die Verteidigung aufgrund von Einvernahmen bei der Bundesanwaltschaft in einem anderen Verfahren verhindert. Das Obergericht lehnte eine Verschiebung zunächst ab, musste dann aber nach einem anderslautenden Bundesgerichtsurteil wenige Tage vor dem geplanten Berufungsprozess über die Bücher gehen.

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