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Von Allmen und Gisin lancieren Heim-WM in Crans-Montana
Gut fünf Monate vor Beginn der alpinen Ski-WM in Crans-Montana treffen sich Olympiasieger Franjo von Allmen und weitere Persönlichkeiten für eine besondere Aktion am Abfahrtsstart.
160 Tage bevor auf dem Walliser Hochplateau mit dem Team-Event der erste Medaillensatz vergeben wird, wurde am Mittwoch oberhalb der Piste Mont Lachaux eine Zeitkapsel versiegelt. Am Ort, wo am 6. Februar die besten Abfahrerinnen der Welt zum Rennen starten werden, hielten Franjo von Allmen und weitere aktuelle und ehemalige Ski-Stars wie Michelle Gisin, Erika Reymond-Hess und Pirmin Zurbriggen ihre Visionen und Hoffnungen für die WM 2027 fest.
Letztere zwei gehörten vor 40 Jahren mit jeweils zwei WM-Titeln zu den grossen Protagonisten der damaligen Heimtitelkämpfe, an welchen Swiss-Ski mit acht (von zehn möglichen) Gold- und insgesamt 14 Medaillen so erfolgreich wie nie zuvor und danach war.
Geöffnet werden diese Botschaften in zwei Tranchen. Einerseits kurz nach der WM, zum Schauen, wer die WM-Podestplatzierungen am besten prognostiziert hat, und andrerseits ein paar Monate später, wenn das Organisationskomitee eine erste grössere Bilanz bezüglich Finanzen und Vermächtnis ziehen will.
Von Allmen als WM-Topfavorit
Einer, der für die Gegenwart und Zukunft steht, ist Franjo von Allmen. Dem 24-Jährigen soll im kommenden Februar eine Hauptrolle zukommen. Vergleichbar wie im vergangenen Februar in Bormio, als er mit seinen drei Olympiasiegen für Schweizer Sportgeschichte sorgte. Dass ihm die Piste Nationale oberhalb von Crans-Montana liegt, hat Von Allmen schon zweimal bewiesen. Sowohl 2025 wie 2026 gewann er die Weltcup-Abfahrt. Seine Aussage, dass ihm die "Schleicherpassagen" liegen und er den "Flow auf der Strecke" toll findet, lassen für den Februar einiges hoffen. Eine Prognose musste Von Allmen allerdings nicht zur WM-Abfahrt, wo er als Topfavorit antreten wird, abgeben, sondern zu derjenigen der Frauen.
Obwohl die Heim-WM "sicher speziell wird, für mich wie natürlich auch die Schweizer Fans", ist sie beim Berner Oberländer (noch) nicht speziell im Hinterkopf. Von Allmen, der im August mit seinen Nationalteam-Kollegen schon einige Tage Skitraining in Zermatt absolviert hat, plant die Saisonvorbereitung im üblichen Rahmen. Ganz nach dem Motto: Warum etwas ändern, was in der Vergangenheit so gut funktioniert hat? Anfang September geht es für ihn, Marco Odermatt und Co. nach Chile, wo der grosse Vorteil besteht, auf Naturschnee trainieren zu können.
Gisin: Rücktritt oder Comeback?
An einem ganz anderen Ort steht Michelle Gisin. Die Obwaldnerin, wie Franjo von Allmen Botschafterin der Heim-WM in Crans-Montana, stürzte im vergangenen Dezember in St. Moritz schwer und ist auch neun Monate danach noch eingeschränkt. "Es ist energetisch nicht immer einfach, aber es war zuletzt deutlich besser", so die Obwaldnerin. Die Reise nach Südamerika käme für sie aber noch deutlich zu früh. Gisin hofft, im Oktober in Zermatt das erste Skitraining absolvieren zu können.
Die Frage, ob man an sie vom 1. bis 14. Februar in Crans-Montana antreffen werde, antwortet die 32-Jährige wie aus der Pistole geschossen: "Ja, da will ich dabei sein. Die Heim-WM 2017 (in St. Moritz - Red.) war so speziell und wunderschön, das will ich noch einmal miterleben." Allerdings, so relativiert Gisin, "ist unklar, in welcher Rolle ich in Crans sein werde". Aufgrund der Verletzungsfolgen, die sie noch immer begleiten, ist für die zweifache Olympiasiegerin auch der Rücktritt ein grosses Thema.

















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