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Keystone-SDA | Samstag, 06. Juni 2026

Von Rekordtorschützen und ersten Siegen

An der Weltmeisterschaft treffen in der Gruppe G Belgien, Ägypten, Neuseeland und der Iran aufeinander. Während die Belgier Favorit auf den Gruppensieg sind, könnte Neuseeland Historisches schaffen.

Belgien: Wiedergutmachung für 2022?

Zum vierten Mal in Folge qualifizierte sich Belgien für die WM. Doch an die letzte Weltmeisterschaft in Katar dürften Kevin De Bruyne, Thibaut Courtois, Rekordtorschütze Romelu Lukaku und Co. keine guten Erinnerungen haben. Nach einem mühevollen 1:0 gegen Kanada im ersten Gruppenspiel resultierten eine Niederlage gegen Marokko und ein torloses Remis gegen Kroatien. Das Aus in der Gruppenphase war damit besiegelt, ein ähnlicher Erfolg wie 2018, als Belgien Dritter wurde, nicht mehr möglich.

In diesem Jahr soll das nun anders werden. Die letzte Niederlage, ein 1:3 gegen die Ukraine im März 2025, liegt über ein Jahr zurück. Seither gewann Belgien von neun Pflichtspielen sechs.

Gegen Ägypten, Iran und Neuseeland dürften die Chancen auf ein Weiterkommen auch abgesehen davon nicht schlecht stehen. Als Nummer 9 der Welt ist Belgien die einzige Mannschaft der Gruppe aus den Top 20 des FIFA-Rankings.

Ägypten: Wird Salah Rekordtorschütze?

Mohamed Salah ist der grosse Star in der Mannschaft von Ägypten. Bereits 2018, als sich das Land zum dritten und letzten Mal für die Endrunde einer WM qualifizierte, war der Stürmer Teil des Kaders. Und bereits damals lasteten die Hoffnungen des Landes auf seinen Schultern.

Umso bitterer dürften Salahs Erinnerungen an das erste Spiel der Gruppenphase von damals sein: Er verpasste die Partie verletzungsbedingt. Danach sorgte er in den Spielen gegen Russland und Saudi-Arabien mit je einem Tor für die einzigen Treffer von Ägypten an dieser WM und für die ersten an einer Weltmeisterschaft seit 28 Jahren. Dennoch verlor er mit seiner Mannschaft alle drei Spiele der Gruppenphase und schied aus.

Nun wird der 33-Jährige, dessen Vertrag bei Liverpool Ende Juni ausläuft, die Chance haben, alleiniger Rekordtorschütze Ägyptens an einer WM zu werden - ein Treffer reicht dafür aus. Aktuell teilt er sich den ersten Platz noch mit Abdelrahman Fawzi. Dieser traf bei Ägyptens WM-Debüt 1934 doppelt gegen Ungarn, was ihn zum ersten afrikanischen und arabischen WM-Torschützen machte.

Iran: Endlich in die K.o.-Phase?

Iran ist - wegen des Krieges - der brisanteste WM-Teilnehmer dieses Jahres. Zwischenzeitlich war von einem Ausschluss von der WM die Rede, bis FIFA-Präsident Gianni Infantino Irans Teilnahme bestätigte. Doch vor kurzem sah sich die Mannschaft beispielsweise gezwungen, ihr Camp von den USA auf Mexiko verlegen - obwohl alle drei Gruppenspiele in den USA ausgetragen werden. Die offizielle Begründung dafür ist die Nähe zu Los Angeles, wo der Iran seine ersten beiden Gruppenspiele austrägt.

Als eines der erfolgreichsten asiatischen Länder war der Iran bisher an sechs Weltmeisterschaften mit von der Partie. Die Qualifikation für die Endrunde 2026 war die vierte in Folge. Über die Gruppenphase kam die Weltnummer 21 jedoch nie hinaus.

Neuseeland: Gelingt der erste WM-Sieg?

Nach 16 Jahren Abwesenheit kehrt Neuseeland in diesem Jahr auf die grösste internationale Fussballbühne der Welt zurück. Zum erst dritten Mal nehmen die "All Whites" an einer WM teil. Bisher konnten sie noch kein Spiel gewinnen. Das geht nur vier anderen Teilnehmern gleich, die schon an mindestens einer Endrunde dabei waren.

Dennoch: Die Erinnerungen an 2010, als Neuseeland letztmals an der WM war, dürften positiv sein. Damals überraschte das Land mit drei Remis in drei Gruppenspielen, unter anderem gegen den damaligen Titelverteidiger aus Italien. In der Gruppenphase war damit zwar Schluss, immerhin waren die Neuseeländer aber einen Platz vor Italien.

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