Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Exploit von Janine Schmitt bei Vonn-Sieg
Lindsey Vonn gewinnt die Abfahrt der Frauen in Zauchensee und feiert ihren 84. Weltcupsieg. Die Wangserin Janine Schmitt überrascht mit dem Exploit und Platz 5, Corinne Suter kehrt solide zurück.
Die Schweizer Abfahrerinnen hatten in diesem Winter nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Lara Gut-Behrami, Corinne Suter und Michelle Gisin hartes Bot zu kauen. Ein 11. Platz von Jasmine Flury in der zweiten Abfahrt von St. Moritz war der einsame Höhepunkt. Im Schneefall von Zauchensee erlöste aber eine 25-jährige Sarganserländerin die Abfahrtsnation Schweiz.
Auf der wegen des Wintereinbruchs stark verkürzten Strecke raste Janine Schmitt zu ihrem ersten Top-15-Resultat im Weltcup, nachdem es ihr im Dezember noch gar nicht gelaufen war. "Die Erleichterung ist gross, dieses Resultat macht mich sehr glücklich", sagte die Wangserin im Interview mit SRF und sprach damit wohl dem ganzen Team aus dem Herzen. Das wichtigste sei, dass sie das Fahren geniesse. "Es können alle sehr gut Ski fahren, viel spielt sich im Kopf ab", stellte sie fest.
Besonders bemerkenswert: Schmitt fuhr im Weltcup erstmals auf der Gamskogelpiste. Zuletzt stand sie vor drei Jahren bei Europacuprennen in Zauchensee am Start.
Suter mit viel versprechendem Comeback
Zwei weitere Schweizerinnen durften zufrieden sein. Malorie Blanc fuhr auf den 13. Platz und verlor auf der kurzen Abfahrt mit einer Fahrzeit von nur gut 66 Sekunden weniger als eine halbe Sekunde auf das Podest. Schmitt und Blanc haben damit beide die Olympia-Norm in der Tasche.
Noch nicht ganz so weit ist Corinne Suter. Bei ihrem ersten Weltcup-Einsatz in diesem Winter nach einem Muskelfaserriss im linken Unterschenkel, den sie sich im Dezember im Training zugezogen hatte, landete die Abfahrts-Weltmeisterin von 2021 und -Olympiasiegerin von 2022 mit Startnummer 1 auf dem soliden 22. Platz und war damit drittbeste Schweizerin. "Es war nicht einfach", betonte sie. "Aber ich bin froh, dass ich gefahren bin. Es ist mir noch nicht ganz wohl auf den Ski, es braucht jetzt noch etwas Arbeit." Ein nächstes Mal am Sonntag im Super-G.
Vonn überragt alle und hat noch Reserven
Ganz oben brilliert einmal mehr die Ausnahmekönnerin Lindsey Vonn. Die 41-jährige Amerikanerin feierte mit stattlichen 37 Hundertsteln Vorsprung auf die Norwegerin Kajsa Lie ihren 84. Weltcupsieg, den 45. in der Abfahrt - und stellte im SRF-Interview fest, dass sie nicht hundert Prozent Risiko gehe. "Ich fahre schon aggressiv, aber nicht ganz im Limit." Das spare sie sich für Cortina und Olympia auf.
Einen schwarzen Tag erlebten beim Heimrennen die Österreicherinnen. Cornelia Hütter, die Siegerin der letzten Abfahrt in Val d'Isère, war als 20. die Beste. Es ist das schlechteste Resultate des ÖSV seit 2010, als als Anna Fenninger in Haus im Ennstal 21. war. Die Siegerin bereits damals - Lindsey Vonn.
Noch schlimmer erwischte es Magdalena Egger. Die Zweite von St. Moritz Mitte Dezember stürzte und zog sich unter anderem einen Kreuzbandriss zu. Ihre Saison ist damit beendet.


















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