Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Vor der Sonnenfinsternis ist der Ansturm auf Schutzbrillen gross
Wer die Sonnenfinsternis am Mittwoch sehen will, muss viel Geduld mitbringen, denn Schutzbrillen sind in der Schweiz kaum noch erhältlich. Vor den wenigen verbliebenen Läden bildeten sich am Dienstag lange Warteschlangen.
In der Stadt Bern standen am Dienstagnachmittag rund 300 Personen vor dem Fachgeschäft Foto Video Zumstein an, um eine Schutzbrille zu erwerben. Die Wartezeit betrug bei sommerlichen Temperaturen rund anderthalb Stunden, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Dienstag zeigte.
In Lausanne warteten am Morgen hunderte Menschen vor einem Optikergeschäft. Und auch online waren wenige Schutzbrillen erhältlich: Laut Digitec Galaxus war die Verkaufslage letzte Woche "nicht optimal".
Grösstes Spektakel seit 1999
Am Mittwochabend ereignet sich in der Schweiz die grösste partielle Sonnenfinsternis seit dem Jahr 1999. Der Mond wird dabei je nach Standort zwischen 91 und 93 Prozent der Sonne verdecken. Das Ereignis beginnt gegen 19.24 Uhr und erreicht seinen Höhepunkt kurz vor Sonnenuntergang gegen 20.45 Uhr.
Für eine gute Sicht ist ein freier Blick Richtung Westen und Nordwesten entscheidend. Laut Meteoschweiz sind die Wetteraussichten vor allem im Mittelland gut. Wer das Ereignis verpasst, muss sich gedulden: Eine Sonnenfinsternis dieser Grössenordnung ist in der Schweiz erst wieder im Jahr 2075 zu beobachten.
Sicherheit hat oberste Priorität
Behörden und Fachleute warnten eindringlich vor dem direkten Blick in die Sonne ohne zertifizierten Schutz. Normale Sonnenbrillen oder selbstgebastelte Filter böten keinen ausreichenden Schutz und könnten zu schweren Augenschäden führen.
Das Fotografieren der Sonnenfinsternis erfordert ebenfalls besondere Vorkehrungen. Neben Schutzfiltern für das Objektiv ist die Wahl des Standorts entscheidend. Ein freies Sichtfeld zum Westhorizont ist notwendig.

















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