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VW-Gruppe ruft Millionen Autos zurück - 66'000 in der Schweiz
Der Autobauer Volkswagen und seine Töchter Audi, Seat und Skoda rufen weltweit Millionen von Fahrzeugen wegen eines Fehlers im Lenkungssystem in die Garagen zurück. Vom Rückruf am stärksten betroffen ist Deutschland, wie Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) zeigen.
Laut dem KBA muss die Lenkungsverschraubung durch eine korrosionsresistentere Schraube bei den betroffenen Fahrzeugen ersetzt werden. Dabei gehe es bei VW um die Modelle Tiguan, Touran, Golf Variant, Caddy und Golf, die zwischen dem 24. September 2013 und dem 1. Juli 2024 produziert wurden.
Weltweit handle es sich potenziell um fast 2,16 Millionen Fahrzeuge von Volkswagen, davon knapp 900'000 in Deutschland, hiess es weiter. Firmensprecher bestätigten am Freitag gegenüber der Agentur DPA den Rückruf. Zuerst hatte das Portal "t-online.de" darüber berichtet.
Rund 66'000 Fahrzeuge in der Schweiz betroffen
Auch in der Schweiz werden Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat und Skoda zurückgerufen. Bei VW seien dies insgesamt 40'073 Fahrzeuge und bei Audi 8619, wie der Schweizer Autoimporteur Amag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP am Freitagnachmittag erklärte. Hinzu kommen 3651 Fahrzeuge von Seat und 13'700 von Skoda.
Die kleine Reparatur, die bei den Fahrzeugen vorgenommen werden muss, ist laut der Amag für die Besitzer der Fahrzeuge kostenlos. Sie würden von der Amag gesteuert ein Informationsschreiben erhalten, mit der Bitte, ihren Marken-Partner aufzusuchen und die Schraube ersetzen zu lassen.
Vonseiten des Bundesamts für Strassen (Astra) wurden auf Anfrage noch keine Daten zum Rückruf publiziert. Bis dato liege noch keine Rückrufmeldung des Importeurs aufgrund der KBA-Meldung vor, teilte das Astra mit. Die werde in den kommenden Tagen erwartet.
Problem auch bei Audi
Bei Audi taucht dasselbe Problem laut dem KBA beim Q3-Modell mit Produktionszeitraum 31.10.2017 bis 23.05.2024 auf. Hier seien weltweit fast 700'000 Fahrzeuge potenziell betroffen, davon gut 58'500 in Deutschland. Und auch die Seat-Modelle Ateca und Tarraco im Produktionszeitraum April 2016 bis September 2024 hätten das Problem.
Die genaue Zahl der weltweit betroffenen Seat-Fahrzeuge war zunächst noch nicht bekannt. Für andere Konzernmarken wie Skoda fanden sich in den KBA-Daten zunächst noch keine Informationen.
Korrosion kann Lenkung beeinträchtigen
Audi erklärte, interne Qualitätsprüfungen hätten das Problem bei bestimmten Produktionschargen des Q3 aufgedeckt. Unter bestimmten Umwelteinflüssen und nach langjährigem Betrieb unter Streusalz-Einfluss könne Korrosion an einer Befestigungsverschraubung der Lenkung entstehen. Schreite sie fort, könne in Einzelfällen die Funktion der Lenkung beeinträchtigt werden.
"Bislang gab es in diesem Zusammenhang keine Personen- oder weitergehenden Sachschadensfälle", teilte Audi weiter mit. Der Hersteller bittet die Halter der betroffenen Fahrzeuge im Rahmen eines vorsorglichen Rückrufs in die Werkstätten. Dort soll die Verschraubung getauscht werden. Ein Statement von Volkswagen lag zunächst nicht vor. Auch bei der Amag sind keine Informationen zu Unfällen im Zusammenhang mit dem Problem bekannt.
















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