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Weiteres Todesopfer durch Lawine in Südtirol
Nach einem Lawinenunglück in Südtirol hat sich die Zahl der Todesopfer auf drei erhöht. Eine 26 Jahre alte Italienerin, die in den Stubaier Alpen von dem Schneebrett erfasst worden war, erlag in einem Krankenhaus im österreichischen Innsbruck ihren Verletzungen. Zuvor waren bereits die Leichen von zwei Männern im Alter von 56 und 62 Jahren geborgen worden. Vier weitere Skifahrer - darunter drei Deutsche - wurden schwer verletzt.
Auf einer Höhe von 2.450 Metern waren nach Angaben der Bergwacht am Samstag etwa zwei Dutzend Tourengeher von einer enormen Lawine erfasst worden. Das etwa 150 Meter breite und 800 Meter lange Schneebrett löste sich gegen Mittag in hochalpinem Gelände. An einem Steilhang in der Nähe der 2.669 Meter hohen Hohen Ferse bei Ratschings erfasste es zwei Dutzend Skifahrer, die als Tourengeher unterwegs waren.
Die Mehrzahl konnte sich selbstständig retten. Zehn Wintersportler wurden jedoch mitgerissen und teils metertief von den Schneemassen begraben. Mehrere der verschütteten Skifahrer trugen Ortungsgeräte bei sich, was die Suche bei Lawinenunglücken erheblich erleichtert. Die jetzt gestorbene Frau wurde mit dem Hubschrauber nach Innsbruck gebracht. Die Rettungskräfte waren mit mehr als 60 Helfern im Einsatz.
Damit kamen in Europas Gebirgen in dieser Wintersaison seit Anfang Oktober bereits mindestens 128 Menschen durch Lawinen ums Leben. Die höchste Zahl an Lawinentoten wurde mit jetzt 35 Todesopfern in Italien registriert, gefolgt von Frankreich (31) und Österreich (29). Dies geht aus aktuellen Zahlen des European Avalanche Warning Service (EAWS) hervor, einem Zusammenschluss von Lawinenwarndiensten. In Deutschland gab es bislang keine Todesopfer.
















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