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Keystone-SDA | Donnerstag, 19. März 2026

Wenig Unterstützung für Angehörige von psychisch kranken Personen

Junge Angehörige von psychisch erkrankten Familienmitgliedern werden oft übersehen. Dabei übernehmen sie viele Aufgaben, um die Familie zu entlasten. Das ergab die schweizweit erste repräsentative Umfrage zur Situation junger Angehöriger.

Gemäss einer neuen Studie von "Stand by You Schweiz" in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut "Sotomo" hatte jede vierte Person in der Kindheit und Jugend eine psychisch erkrankte Person in der Familie - insgesamt seien das 1,9 Millionen Menschen. Von ihnen berichtete mehr als die Hälfte, in dieser Zeit nicht die gewünschte Unterstützung erhalten zu haben.

Eine besonders grosse Not erlebten die Angehörigen dann, wenn die Mutter psychisch erkrankt war. Auch wenn der Vater betroffen war, berichteten junge Angehörige von einem Unterstützungsdefizit. Wesentlich häufiger waren Angehörige von alleinerziehenden Eltern betroffen - diese Elternteile stehen unter höherem Druck und einem höheren Risiko, psychisch krank zu werden.

Junge Angehörige von psychisch erkrankten Familienmitgliedern berichteten von Versuchen, gegen aussen eine glückliche Fassade aufrechtzuerhalten. Ebenfalls geht aus der Studie eine höhere Übernahme nicht altersgerechter Aufgaben durch weibliche Angehörige hervor.

Offen über Probleme reden können

Dabei scheint sich eine offene Gesprächskultur auch auf die gefühlte Unterstützung auszuwirken: Befragte, die in der Familie offen über eigene Probleme und Bedürfnisse reden können, gaben rückblickend zu achtzig Prozent an, ausreichend unterstützt worden zu sein. Ist das nicht der Fall, fühlen sich junge Angehörige zu fast neunzig Prozent "nicht ausreichend unterstützt".

Ehemalige junge Angehörige erleben als Erwachsene mehr Herausforderungen, als der Rest der Bevölkerung. Christian Pfister, Co-Präsident von "Stand by You Schweiz" forderte deshalb, dass sowohl Schutz als auch Unterstützung angehöriger Kinder und Jugendlicher von Menschen mit psychischen Erkrankungen rechtlich verankert werde - "kantonal wie national".

Die Daten wurden im September 2025 erhoben - online wurden dafür 1944 Personen befragt.

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