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111. St.Galler Kantonalschwingfest
Pirmin Linder | Montag, 01. Juni 2026

Werner Schlegel glückt das Comeback in Schmerikon

Werner Schlegel bezwingt im Schlussgang seinen Klubkollegen Damian Ott und gewinnt in Schmerikon das St. Galler Kantonalschwingfest zum zweiten Mal. Für die Melser Equipe bleibt der ganz grosse Auftritt aus, Michael Bernold und Marco Good gewinnen aber den Kranz.

Vor 5500 Zuschauerinnen und Zuschauern krönte sich Werner Schlegel zum Sieger des 111. St. Galler Kantonalschwingfests. Im Schlussgang bezwang der Toggenburger Eidgenosse seinen Klubkollegen Damian Ott nach 6:21 Minuten mit Übersprung und Nachdrücken. 

Im ersten Gang musste sich Schlegel nach seiner zweiwöchigen Verletzungspause (Prellung im Rippenbereich) mit einem Gestellten gegen Schwingerkönig Armon Orlik begnügen. Im weiteren Verlauf fand der 23-Jährige jedoch immer besser ins Fest und gewann seine nächsten vier Gänge souverän. Dabei setzte er sich gegen die Teilverbandskranzer This Kolb und Josias Müller sowie gegen die Kranzer Lukas Keller und Marcel Mösli durch. Drei der vier Gänge schloss der Hemberger mit der Maximalnote ab. 

Sein Schlussganggegner Damian Ott konnte alle fünf Gänge für sich entscheiden. Beim Anschwingen bekundete er keine Mühe und bodigte den Glarner Eidgenossen Roger Rychen souverän. In den folgenden vier Gängen gelangen Ott Siege gegen die Teilverbandskranzer Janos Bachmann,
Gian Maria Odermatt und Andrin Habegger sowie den Kantonalkranzer Martin Schönbächler.

Dass König Orlik den Schlussgang verpasste, kam überraschend. Er bekundete aber im Laufe des Tages mehrfach Mühe. Im fünften Gang konnte der Herrschäftler, der seit längerem in Rapperswil wohnt, den Innerschweizer Gast Schönbächler erst rund 30 Sekunden vor Gangende bodigen. Am Ende klassierte sich Orlik dennoch auf dem 3. Rang. Einen schwachen Tag erwischte der Appenzeller Eidgenosse Martin Roth. Mit lediglich drei Siegen, zwei Gestellten und einer Niederlage klassierte er sich ausserhalb der Kranzränge.

Melser ohne Überzeugungskraft

Die Melser Schwinger erwischten beim Kantonalen Heimfest keinen guten Tag. Im Anschwingen schien noch alles in der Reihe, wie gewohnt mit mehreren gestellten Gängen. Marco Good konnte seine Spitzenpaarung gegen Roth für sich entscheiden – ein wichtiges Ausrufezeichen, nachdem es dem Sarganser bei den letzten beiden Schwingfesten nicht nach Wunsch gelaufen war. 

Im weiteren Verlauf des Festes erarbeiteten sich die Melser eine gute Ausgangslage, sodass nach dem fünften Gang noch sechs Melser um den Kranz schwingen durften. Der sechste Gang verlief jedoch nicht wie erhofft. Ramon Giger, der erstmals um das Eichenlaub schwingen durfte, verlor seinen Kampf. Noch bitterer traf es Simon Walser: Im fünften Gang hatte der Melser den Teilverbandskranzer Thomas Kuster bezwungen, im sechsten Gang kam er gegen den Nichtkranzer Luca Streuli aber nicht über ein Remis hinaus und verpasste den Kranz am Ende um einen Viertelpunkt.

Jan Mannhart hatte die schwierigste Aufgabe aller Melser und musste gegen den Thurgauer Eidgenossen Domenic Schneider antreten. Auch der Flumserberger zog den Kürzeren. Überraschend verlor zudem Fabian Bärtsch seinen Gang gegen den Kranzer Christian Lanter. 

Good und Bernold belohnen sich

Zwei Melser Schwinger konnten sich dennoch mit dem Eichenlaub belohnen. Good stellte zwar im sechsten Gang gegen den Appenzeller Teilverbandskranzer Andrin Poltera, dank der besseren Note von 9.00 reichte es ihm aber gerade noch für den Kranz. Für Good war dies ein Befreiungsschlag, nachdem es in dieser Saison bereits zweimal nicht geklappt hatte. 

Für eine positive Überraschung sorgte Michael Bernold: Er bezwang den Glarner Teilverbandskranzer Patrik Feldmann und holte sich damit seinen zweiten Saisonkranz. Anzumerken sind noch zwei Verletzungen: Luca Dähler musste bereits nach dem zweiten Gang aufgeben, ebenso der Wartauer Trainingskollege Kjetil Fausch.

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