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Werro bei Broeders-Bols Debüt erneut mit Topzeit
Anderthalb Wochen nach ihrem Traumlauf in Stockholm liefert Audrey Werro einen weiteren Beweis ihrer starken Form. Die Freiburgerin gewinnt in Ostrava über 800 m überlegen.
Werro entschied am Golden Spike, dem wichtigsten Meeting auf tschechischem Boden, das mit Spannung erwartete Duell mit der Niederländerin Femke Broeders-Bol klar für sich. Die zweifache Weltmeisterin über 400 m Hürden, die den Wechsel auf die Mittelstrecke vollzogen hat, heftete sich bei ihrem Debüt über zwei Bahnrunden lange an die Fersen der 22-jährigen Freiburgerin. Doch als Werro das Tempo eingangs der Schlusskurve nochmals verschärfte, konnte Broeders-Bol nicht mehr reagieren.
Werros Siegerzeit stoppte bei 1:54,45 Minuten. Es war ihre zweitbeste je gelaufene Zeit und die achtbeste der Geschichte. Damit war sie nur knapp eine halbe Sekunde langsamer als am 7. Juni in Stockholm, wo sie mit der drittbesten Zeit der Geschichte ihre persönliche Bestleistung um fast zwei Sekunden verbesserte und den Weltrekord der Tschechin Jarmila Kratochvilova (1:53,28 Minuten) aus dem Jahr 1983 nur um sieben Zehntel verpasste. Die inzwischen 75-jährige Weltrekordhalterin verfolgte das Rennen in Ostrava vor Ort.
Femke Broeders-Bol lief 2,68 Sekunden hinter Werro auf den starken 2. Platz. "Es war hart, aber ich wusste, dass es hart werden würde - ich hatte trotzdem Spass", sagte die mehrfache Olympiamedaillengewinnerin, die am 28. Juni beim Diamond-League-Meeting in Paris das nächste Mal mit Werro die Klingen kreuzen wird.
Del Ponte Siebente über 100 m
Die zweite Schweizer Starterin in Tschechien war Ajla Del Ponte über 100 m. Die Tessinerin blieb in 11,41 Sekunden blass und belegte nur den 7. Platz. Damit war sie deutlich langsamer als bei ihren 11,11 Sekunden Ende Mai in Zofingen. Zwar zeigte Del Ponte mit der zweitschnellsten Reaktionszeit einen guten Start, konnte dieses Tempo aber nicht über die gesamte Distanz halten. Den Sieg sicherte sich die Polin Ewa Swoboda in 11,09 Sekunden.
Lyles mit Weltbestzeit im Showrennen
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte ein ungewöhnliches Rennen über 150 m mit einem Duell zwischen Noah Lyles und der australischen Nachwuchshoffnung Gout Gout. Der 100-m-Olympiasieger aus den USA setzte sich in 14,67 Sekunden durch und stellte dabei eine Weltbestzeit auf. Dahinter klassierten sich der Südafrikaner Sinesipho Dambile in 14,78 Sekunden und Gout Gout in 14,96 Sekunden. Über 200 m entspräche Lyles' Leistung einer Zeit um 19,60 Sekunden.

















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