/fileadmin/images/sarganserlaenderlogo.png
Alle Neuigkeiten auf einen Blick.
E-Paper

E-Paper

Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.

Zeitungsarchiv

Zeitungsarchiv

Alle Ausgaben seit dem Jahr 2003.

Abo

Abo

Sarganserländer von Montag bis Freitag online oder in Print lesen.

Grossauflage

Grossauflage

Lesen Sie hier die aktuelle Grossauflage kostenlos

Inserieren

Inserieren

Ihre Werbung am richtigen Ort.

Immobilien

Immobilien

Die Immobilienbörse der Region

Unternehmen

Unternehmen

Die SL Druck + Medien AG

Traueranzeigen

Traueranzeigen

Todesanzeigen / Danksagungen aufgeben

Eventbus

Eventbus

Mit Brunner Ferienreisen AG und Sarganserländer ans Konzert

Rubriken

Sarganserland
Reto Vincenz | Mittwoch, 18. Februar 2026

Wind reicht nicht: Axpo stoppt das Projekt am Flumserberg

Am Flumserberg wird es keinen Windpark geben. Die Axpo hat am Mittwoch das Aus für das im Sarganserland viel diskutierte Projekt verkündet. Grund sind die Ergebnisse der während eines Jahres durchgeführten Windmessungen. Diese hätten zu wenig Potenzial gezeigt, ein wirtschaftlich tragbarer Betrieb sei nicht möglich.

Die Pläne für einen Windpark am Flumserberg verschwinden in der Schublade der Axpo. Die grösste Schweizer Stromproduzentin hat am frühen Mittwochabend mitgeteilt, dass sie die dortige Windparkentwicklung nicht weiterverfolgt. Als Grund nennt sie die nun vorliegenden Daten aus den über einjährigen Windmessungen, die vor Ort durchgeführt worden sind. Diese hätten ergeben, dass «das Windpotenzial am vorgesehenen Standort unter den Anforderungen für einen wirtschaftlich tragbaren Betrieb liegt», heisst es seitens der Axpo. Das Unternehmen wolle sich nun auf andere Standorte im Kanton konzentrieren, so etwa in Wil.

Deutlich unter den Erwartungen

Mindestens für Aussenstehende kommt diese Entwicklung überraschend. Erst vor gut einem Monat hatten die Verantwortlichen der Axpo an einem Informationsanlass am Flumserberg ausführlich über die weiteren Verfahrensschritte informiert. Gefehlt hatten damals allerdings noch die Ergebnisse der Windmessungen. Nun liegen diese vor – und sie haben weitreichende Konsequenzen. 

Denn gemäss Nachfrage des «Sarganserländers» definiert die Axpo eine mittlere Windgeschwindigkeit von  5 m/s als Schwelle für die Wirtschaftlichkeit eines Parkes. Dies entspricht einer jährlichen Stromproduktion von etwa acht Gigawattstunden (GWh) pro Turbine. Die Windmessungen am Flumserberg ergaben gemäss der Axpo aber lediglich eine Windgeschwindigkeit von rund 3,5 m/s. Die prognostizierte Stromproduktion für den gesamten Windpark mit sechs Anlagen lag damit bei rund 22 GWh pro Jahr.

Zwar hätte der Windpark damit weiterhin als Projekt von nationalem Interesse gegolten, doch liegen die Werte deutlich unter der von der Axpo für solche Anlagen definierten Wirtschaftlichkeitsschwelle. Die Axpo sah sich gezwungen, das Projekt zu sistieren. Der Entscheid sei nicht ohne Emotionen gefällt worden, denn es sei viel Herzblut in das Projekt geflossen. Doch, so Cédric Aubert, Leiter Windportfolio Schweiz bei der Axpo: «Das ist der Anspruch von Axpo: systematisch prüfen, ehrlich bewerten, Verantwortung übernehmen. Dieser Entscheid ist unbequem, aber er zeigt, dass wir zu unseren Prinzipien stehen.»

«Hätten Dialog weitergeführt»

Gemäss Unternehmenssprecher Silvan Hänni ist der Entscheid einzig aufgrund der Ergebnisse der Windmessungen gefällt worden. Die kontroversen Diskussionen im Sarganserland hätten keinen Einfluss gehabt. Zwar sei die Akzeptanz vor Ort und der Dialog mit regionalen Anspruchsgruppen für die Axpo ebenfalls ein zentraler Bestandteil jedes Projekts. Doch, so Hänni: «Wären die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Betrieb gegeben gewesen, hätten wir den Dialog mit allen Beteiligten wie vorgesehen weitergeführt.» Gleichzeitig betonte er, dass das Aus für das Projekt definitiv ist. Mit den heute verfügbaren Technologien reichten die Windressourcen nicht aus, so Hänni. Die Realisierung des Projektes sei undenkbar.

Gemäss Hänni würden sich die bisher angefallenen Projektentwicklungskosten im unteren sechsstelligen Bereich bewegen. Solche Investitionen seien Teil der üblichen Vorabklärungen und notwendig, um fundierte und verantwortungsvolle Entscheide treffen zu können.

Keine Abstimmung mehr

Die Axpo prüfte am Flumserberg den Bau von bis zu sechs Turbinen. Die Stimmbürger der Ortsgemeinde Flums Dorf hatten ihr im März 2024 das Baurecht für die Planung eines Windparks erteilt. Im kommenden April hätte nun die Alpkorporation Mols darüber befinden müssen, ob sie ebenfalls Land zur Verfügung stellt. Nur ein Ja hätte das Projekt ermöglicht. Jetzt ist diese Abstimmung also obsolet.

Zurück

Kommentare (0)

    Schreibe einen Kommentar
    ×

    Name ist erforderlich!

    Geben Sie einen gültigen Namen ein

    Gültige E-Mail ist erforderlich!

    Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

    Kommentar ist erforderlich!

    * Diese Felder sind erforderlich.