Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Trotz Herdenschutzkonzept: Wölfe reissen auf Gafarra zahlreiche Schafe
Auf der Melser Alp Gafarra haben Wölfe kurz nach Beginn der Alpsaison elf Schafe gerissen. Der Kanton St. Gallen bestätigte die Vorfälle auf Anfrage. Die Alp Gafarra gilt als eine mit Herdenschutzkonzept und grossem Aufwand gut geschützte Alp.
Kaum sind die Schafe auf der Alp, sorgt der Wolf für Schlagzeilen und Emotionen. Auf der Melser Alp Gafarra haben die Raubtiere in den letzten Tagen elf Schafe gerissen. Simon Meier, beim Amt für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) Leiter Abteilung Jagd, bestätigte den Vorfall auf Anfrage der Redaktion.
Die Wildhüter sowie die Herdenschutzberatung sind vor Ort gewesen und hätten unter anderem auch DNA-Proben genommen. Meier: «Die gerissenen Tiere waren zum Zeitpunkt der Meldung allerdings schon einige Tage tot. Es ist deshalb fraglich, ob die Proben noch auswertbar sind oder nicht.» Offen ist demnach auch der genaue Zeitpunkt, wann es zu den Rissen gekommen ist.
Immer wieder betroffen
Die Alp Gafarra war in den letzten Jahren schon Schauplatz von Wolfsrissen. Der Kanton reichte 2023 unter Anderem aufgrund der dortigen Risse einen Antrag zur Regulation des Calfeisental-Rudels beim Bund ein. Das Calfeisental-Rudel wurde daraufhin zum Abschuss freigegeben. Mit diesen Regulationsabschüssen sollen Wölfe mit unerwünschtem Verhalten erlegt und eine nachhaltige Vergrämungswirkung bei den verbleibenden Wölfen erzielt werden, damit sie Abstand zu Vieh und Menschen halten.
Meier bestätigte am Freitag, dass die Alp Gafarra weiterhin zu den gut geschützten Alpen zählt. Gemäss ihm waren die betroffenen Schafe im Bereich des Vorsässes in Begleitung von mehreren Herdenschutzhunden gewesen. Meier: «Dass die Saison so beginnt und diese Risse auf einer geschützten Alp passiert sind, ist sehr unglücklich. Dies möchte niemand.»
Die Alp Gafarra liegt im Streifgebiet ansässiger Wolfsrudel. Teilweise liegt sie im Jagdbanngebiet Graue Hörner. Im Kanton St.Gallen leben zurzeit drei Wolfsrudel, zwei davon auch im Sarganserland.
















Die Schweiz ist zu klein für den Wolf!
Herr Fässler hat mit seinem Beitrag vollkommen recht!!!
Trotz Schutzhunder würde eine Schreckschuss-Waffe beim Hirten Viel bringen. Der Knall würde bei einem weiteren Angriff sofort und immer wieder vertreiben. ,
Alle Wölfe ausrotten wir brauchen keine Wölfe
Ich würde mir wünschen , dass all die wolfschützer persönlich für den schaden aufkommen müssten , haftung übernehmen müssten wie ein hundehalter auch , ich bin überzeugt der wolf würde weniger geschützt....ein wildtier soll vergrämt werden dürfen!...keinem würde in den sinn kommen hirschen und rehe (im winter ) im stall zu füttern.... warum also darf der wolf das...? meines erachtens wäre es mehr natur wenn der wolf , und der lernt schnell , lernt das er gejagt wird wenn er auf haustiere losgeht... habt ihr euch schon mal gefragt wie wolfschützer es finden wenn nachbars katze oder hund in ihrem garten ihr unwesen treiben , und was sie dagegen unternehmen??
Dahelfen nur Abschüsse von mehreren Rudelmitgliedern. Der guten alten Jagdtradition folgend Jung vor Alt und weiblich vor männlich!