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Wout van Aert schlägt Pogacar und gewinnt Paris-Roubaix
Tadej Pogacar fehlt im Pavé-Klassiker Paris-Roubaix nur wenig zum historischen Triumph. Der Belgier Wout van Aert schnappt dem zweifachen Weltmeister nach epischen 258 km im Zweiersprint den Sieg weg.
Die 123. Ausgabe des prestigeträchtigsten Eintagesrennens wurde erst auf den letzten Metern entschieden. Nachdem Wout van Aert mit einem Angriff 54 km vor dem Ziel eine Vorentscheidung herbeigeführt hatte, konnte nur Pogacar dem Belgier folgen. In der Folge gelang es keinem der beiden, den Kontrahenten auf den verbleibenden Pavé-Sektoren abzuschütteln. So musste die Entscheidung im legendären Velodrom von Roubaix fallen, wo Van Aert im Sprint die grösseren Kraftreserven mobilisierte.
Pogacars Jagd geht weiter
Der 31-jährige Belgier sprintete aus Pogacars Windschatten zu seinem zweiten Sieg in einem der fünf Radsport-Monumente, nachdem er vor sechs Jahren bei Mailand-Sanremo triumphiert hatte. Pogacar musste sich wie im Vorjahr bei seiner Premiere bei Paris-Roubaix mit dem 2. Platz begnügen.
Damit verpasste es der vierfache Tour-de-France-Sieger eine der wenigen Lücken in seinem beeindruckenden Palmares zu schliessen. Der Slowene hätte mit einem Sieg nicht nur seine Ungeschlagenheit in diesem Jahr aufrecht erhalten, sondern auch alle fünf grossen Eintagesrennen nacheinander gewonnen.
Vor einer Woche feierte Pogacar seinen dritten Sieg an der Flandern-Rundfahrt. Schon zuvor hatte er mindestens einmal Mailand-Sanremo, Lüttich-Bastogne-Lüttich und die Lombardei-Rundfahrt gewonnen.
Van der Poels folgenschwerer Defekt
Doch Paris-Roubaix bleibt ein Rennen, in dem ein Defekt oder ein Sturz jede Hierarchie in Sekunden zerlegen kann. Auch in diesem Jahr entwickelte sich die Fahrt durch die Hölle des Nordens zu einer wahren Materialschlacht, bei der alle Favoriten mindestens einmal einen Defekt erlitten.
Neben Pogacar, der gleich dreimal das Velo wechseln musste und dadurch viel Energie verlor, erwischte es Mitfavorit Mathieu van der Poel besonders hart. Der Sieger der letzten drei Jahre musste sich nach einem Reifenschaden im berüchtigten Wald von Arenberg und einer langen Aufholjagd hinter dem Belgier Jasper Stuyven mit Platz 4 begnügen.
Bissegger erneut stark
Stefan Bissegger, im Vorjahr als Siebter bereits bester Schweizer, zeigte erneut ein starkes Rennen. Der Thurgauer erreichte das Ziel 20 Sekunden hinter dem Sieger in der ersten Verfolgergruppe, die um den 3. Platz sprintete. Am Ende fehlten Bissegger die Kräfte, weshalb er Achter wurde.

















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