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Yakin hadert mit den letzten Minuten des Spiels
Nach dem 1:1 gegen Katar steht Murat Yakin vor der schwierigen Aufgabe, das Unerklärliche zu erklären. Der Nationaltrainer sucht die Gründe für den enttäuschenden Auftritt auch bei sich selbst.
Ein Punkt gegen Katar - und das, nachdem Spieler und Trainer im Vorfeld des Turniers immer wieder betont hatten, die beste WM eines Schweizer Nationalteams zeigen zu wollen. Auf dem harten Boden der Realität angekommen, beginnt nun die Ursachenforschung. Wie konnte es dazu kommen, dass die Schweiz eine Partie, die sie lange kontrollierte, noch aus der Hand gab?
Mit zunehmender Spieldauer bauten die Schweizer deutlich ab, während von der Bank kaum neue Impulse kamen. Besonders ärgerte Yakin, dass der Ausgleich nach einem Ballverlust in der eigenen Hälfte entstand. "Wir dürfen in den letzten fünf Minuten den Ball nicht verlieren", sagte der 51-jährige Trainer. "Da hat uns die nötige Cleverness gefehlt. Der Gegner hat am Ende auf seine eine Möglichkeit gewartet, und wir haben sie ihm gegeben."
Beim Gegentreffer waren mit Ardon Jashari, dessen Kopfball beim Gegner landete, und Miro Muheim, der das Luftduell im Strafraum verlor, zwei eingewechselte Akteure beteiligt. Yakin betonte zwar, dass er Spieler nicht aufgrund einzelner Szenen beurteile. Gleichzeitig räumte er ein, seine Wechsel genau analysieren zu müssen. Dabei übte er auch Selbstkritik: "Ich muss mich an der eigenen Nase nehmen, wenn nicht alles so umgesetzt wird, wie ich mir das vorgestellt habe."
Besonders schmerzhaft sei der späte Punktverlust, weil seine Mannschaft über weite Strecken die dominante gewesen sei. Vor dem gegnerischen Tor habe jedoch die nötige Konsequenz gefehlt. "Wir haben ihren Goalie regelrecht warmgeschossen", sagte Yakin. In den kommenden Tagen gelte es deshalb, an Präzision und Überzeugung zu arbeiten.
Diese mentale Stabilität hat dem Team beim WM-Auftakt gefehlt. Nun ist der Nationaltrainer gefordert, die richtigen Schlüsse zu ziehen und seine Spieler wieder aufzurichten. Trotz des Rückschlags zeigte er sich optimistisch: "Wir werden gestärkt aus dieser Situation hervorgehen."

















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