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Feierstimmung nach dem FCSG-Cupsieg
Keystone-SDA | Montag, 25. Mai 2026

Zehntausende Fans in Grün-Weiss feiern Cupsieg in St. Gallen

Zehntausende Personen in Grün-Weiss haben am späten Sonntagabend am Marktplatz in St. Gallen die Mannschaft des FC St. Gallen nach ihrem Cupsieg empfangen. Um 22.00 Uhr stemmte Kapitän Lukas Görtler am Marktplatz unter riesigem Jubel den Pokal in die Höhe.

Bereits am Nachmittag nach dem Schusspfiff des Cupfinals gegen den FC Stade Lausanne-Ouchy herrschte grenzenloser Jubel in der St. Galler Innenstadt. Tausende St. Gallerinnen und St. Galler lagen sich nach dem 3:0 gegen die Westschweizer in den Armen. St. Gallen feiert den zweiten Cupsieg nach 1969 mit einer Freinacht.

Am Abend strömten immer mehr Menschen in die Innenstadt. Mehrere Strassen wurden für den Verkehr gesperrt. Auf dem Marktplatz war aufgrund des Gedränges kein Durchkommen mehr. Der Geruch von Bier vermischte sich mit Rauch von Feuerwerkskörpern. Die Mannschaft wurde mit einem Fahnenmeer über den Menschenmassen auf einer speziell errichteten Bühne begrüsst. Zu dem Zeitpunkt befanden sich laut Polizeiangaben rund 40'000 Personen in der Innenstadt.

Schliesslich mussten aus Sicherheitsgründen die Zugänge zum Platz auch für Fussgänger gesperrt werden, wie die Stadtpolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte. Auch die Gartenbeizen der Innenstadt waren am milden Frühsommerabend bis auf den letzten Platz besetzt.

Einzelne Zwischenfälle, aber positive Bilanz

Die Cupfeier verlief gemäss Stadtpolizei insgesamt friedlich, vereinzelt habe sie wegen kleinerer Auseinandersetzungen intervenieren und die Rettung bei medizinischen Zwischenfällen unterstützen müssen. Zudem habe sie eingegriffen, wenn Personen auf Dächer von Marktständen und die Calatravahalle geklettert seien, schrieb die Polizei in einer Mitteilung nach Mitternacht. Beim Fanmarsch vom Bahnhof zum Marktplatz/Bohl sowie vor der Bühne seien mehrfach Feuerwerkskörper, beziehungsweise Pyros gezündet worden. Diesbezüglich würden weitere Abklärungen laufen.

Am Hauptbahnhof sei es zudem zu einem Zwischenfall gekommen, bei dem ein Mann mit Krücken nahe an der Perronkante lief und ohne Dritteinwirkung zwischen den Perro und einen heranfahrenden Zug gestürzt sei. Der Lokführer habe die Situation frühzeitig bemerkt und den Zug gestoppt. Der Mann sei unverletzt geblieben, ein 33-Jähriger, der ihm zur Hilfe eilen wollte, habe sich leicht am Fuss verletzt.

Nebst dem Vorfall am Hauptbahnhof habe die Rettung St.Gallen rund 40 Personen betreut. Die Einsätze seien am Nachmittag vor allem im Zusammenhang mit der Hitze erfolgt. Am Abend hätten die Retter insbesondere übermässiger Alkoholkonsum oder kleinere Verletzungen beschäftigt. Zwei Personen mussten ins Spital gebracht werden. Zudem habe die Feuerwehr St.Gallen im Bereich Unterer Graben eine in Brand geratene Feuerwerksbatterie löschen müssen. Dabei sei kein Sachschaden entstanden. Insgesamt ziehe die Polizei eine positive Bilanz.

Zehn Extrazüge nach Bern

In St. Gallen herrschte seit Tagen eine enorme Cup-Euphorie. Das zeigte sich auch beim grossen Andrang auf die Tickets. Für Ostschweizer Fussballfans ohne Saisonkarte geriet ein Ticketkauf zu einem schier unmöglichen Unterfangen. 2000 Tickets, die in den freien Verkauf kamen, waren innerhalb von zehn Minuten vergriffen.

Für die Anhänger des ältesten Schweizer Fussballclubs stellten die SBB insgesamt zehn Extrazüge nach Bern und zurück bereit. Tausende Fans zogen am Morgen an einem bewilligten Fanmarsch von der Berner Innenstadt bis ins Wankdrofstadion.

Der erste Cupsieg seit 57 Jahren

Der FC St. Gallen zählt mit seinen treuen und leidenschaftlichen Fans zu den grossen Clubs des Landes, besitzt jedoch eine kleine Pokalsammlung. Nur zweimal - im Abstand von fast hundert Jahren (1904 und 2000) - gewann der Club die Schweizer Meisterschaft.

Den Cup sicherten sich die Ostschweizer mit dem Sieg am Sonntag zum zweiten Mal. Letztmals gewannen sie den Cupfinal 1969 gegen Bellinzona mit 2:0. Daraufhin scheiterten die St. Galler bei vier Finalteilnahmen jeweils gegen Young Boys, Lausanne-Sport, Luzern und Lugano.

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