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Keystone-SDA | Mittwoch, 07. Oktober 2026

Zoo Zürich tauscht Kamele gegen Goldtakin

Der Zoo Zürich hat sich entschieden, seine vier Kamele abzugeben. Er tauscht die Haustierrasse gegen bedrohte Goldtakine aus dem Himalaya-Raum.

Nur noch zwei Wochen lang können Zoobesucherinnen und -besucher die vier Kamele in Zürich beobachten. Dann ziehen die Trampeltiere in den Kamelhof Olmerswil im Thurgau.

Die Kamele sollen Platz machen für eine bedrohte Tierart, den Goldtakin, wie Zoodirektor Severin Dressen am Mittwoch gegenüber dem Regionaljournal Zürich-Schaffhausen von Radio SRF sagte. Das Tier mit dem goldfarbenen Fell und der grossen elchähnlichen Schnauze steht unter strengem staatlichen Schutz in China und wird als gefährdet eingestuft.

Bevor die Tiere in das ehemalige-Kamelgehege einziehen, werde dieses renoviert, sagte Dressen weiter.

Wappentier hat weitere Anreise

Mit der Aufnahme der bedrohten Tiere möchte der Zoo Zürich den Artenschutz unterstützen. Ziel dabei ist es, das Aussterben bedrohter Arten zu verhindern. Hierzu beteiligt sich der Zoo an Zuchtprogrammen für Reservepopulationen.

Bis 2030 sollen im Zoo nur noch bedrohte oder für die Forschung relevante Tiere leben. In den kommenden Jahren würden weitere nicht gefährdete Arten den Zoo verlassen - darunter auch die Seehunde - und bedrohte neu hinzukommen, teilte Dressen mit.

Auswirkungen hat der Wegzug der Kamele auch auf die Zunft zum Kämbel. Sie trägt ein Kamel im Wappen und die Zoo-Kamele laufen jeweils am Sechseläuten-Umzug mit. Das sollen sie auch in Zukunft machen. Dafür müssen sie dann allerdings aus dem Thurgau anreisen und können nicht einfach vom Zoo zur Bahnhofstrasse hinunter laufen, wie Zunft-Meister Christian Bretscher dem Regionaljournal sagte.

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