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Zürcher Staatsanwaltschaft klagt zwei Männer wegen Diebstählen an
Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen zwei Deutsche erhoben, die gezielt bei Seniorinnen und Senioren zuhause Diebstähle und Raub begangen haben sollen. Sie sollen Wertsachen im Umfang von 300'000 Franken erbeutet haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden 39-jährigen Deutschen vor, sich in 18 Fällen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Zutritt zu den Liegenschaften von älteren Menschen verschafft zu haben. Dabei stahlen sie diverse Wertsachen, wie die Zürcher Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Verhaftet wurden sie bereits im April 2025.
Die Staatsanwaltschaft klagt die zwei Männer wegen banden- und gewerbsmässigen Diebstahls sowie Raubs an. Laut Anklage sollen sie ihre Taten von Juni bis November 2024 in den Kantonen Zürich, St. Gallen und Basel-Landschaft begangen haben. Die Wohnorte ihrer Opfer befanden sich jeweils in der Nähe von Baustellen.
Sie gaben gegenüber den betagten, meist allen lebenden Geschädigten, an, bei ihren Arbeiten auf der benachbarten Baustelle Schäden auf den Dächern der betreffenden Häuser entdeckt zu haben. Sie behaupteten, die Schäden könnten zu Wassereintritt führen und boten an, diese näher anzuschauen und zu reparieren.
In einem Fall Gewalt angewendet
In einem Fall sollen sie zudem Gewalt angewendet haben, um an Deliktsgut aus einem Tresor zu kommen. Beim Opfer handelte es sich um eine 84-jährige allein lebende Frau in Greifensee ZH. Laut der damaligen Polizeimitteilung sperrten sie die Frau mit Körpergewalt in einem Raum ein.
Für einen der Beschuldigten beantragt die Staatsanwaltschaft eine unbedingte Freiheitsstrafe von 5 Jahren sowie eine Landesverweisung von 9 Jahren. Der zweite Beschuldigte soll eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 3 Jahren erhalten und einen Landesverweis von 7 Jahren.
















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