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Keystone-SDA | Samstag, 25. April 2026

Zwei Superfinal-Neulinge fordern die Titelverteidiger heraus

Der Superfinal steht an und damit das wichtigste Spiel des Jahres im Schweizer Unihockey. Bei den Frauen und bei den Männern trifft in Freiburg jeweils ein Routinier auf einen Debütanten.

Vor dem Superfinal am Samstag in der Freiburger BCF-Arena sind die Rollen klar verteilt. Bei den Frauen und den Männern bekommen es die Titelverteidiger mit Gegnern zu tun, die zum ersten Mal am wichtigsten Spieltag im Schweizer Unihockey antreten.

Qualifikationssieger gegen Champion

Bei den Frauen treffen zwei Welten aufeinander: Die Wizards Bern-Burgdorf spielen gegen die Kloten-Dietlikon Jets. Während Bern-Burgdorf zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in den Superfinal einzog, sind die Jets die unangefochtenen Champions: Seit 2019 gewann kein anderes Team den Superfinal.

Was jedoch für die Wizards spricht: Die Qualifikation beendete das Team auf dem 1. Platz, Kloten Dietlikon hingegen im 3. Rang. Und: Nur drei Spiele haben die Bernerinnen in dieser Saison verloren, zwei davon in der Verlängerung. Aus den zwei Duellen gegen die Jets resultierten zwei Siege.

In der Theorie scheint also alles angerichtet für einen neuen Meister bei den Frauen. Ob Bern-Burgdorf dem Druck in seinem ersten Superfinal auch standhalten kann, oder ob am Ende die Routine der Jets siegt, wird sich zeigen.

Schafft Rychenberg den Coup?

Keine so deutliche Dominanz - aber ebenfalls zumindest Überlegenheit - herrschte in den vergangenen Jahren bei den Männern. Zug United hat sich zum Spitzenteam gemausert und die letzten beiden Superfinals für sich entschieden. Nun wartet mit Rychenberg Winterthur wie bei den Frauen ein Team, das zuvor noch nie den Vorstoss in den Final geschafft hat.

Rychenberg schaffte es als Siebter der Qualifikation in die Playoffs. In diesen wusste die Mannschaft der nach dem Superfinal abtretenden Trainer-Ikone Philippe Soutter dann aber zu überzeugen. In den Halbfinals besiegte sie den Rekordmeister Wiler-Ersigen, der die Qualifikation gewonnen hatte.

Dreimal war der HCR in der Vergangenheit bereits in den Playoff-Final eingezogen - 1992, 1993 und 2010. Dreimal musste er sich mit dem zweiten Platz begnügen. Dabei ist Rychenberg der einzige Verein der Schweiz, der seit der ersten Meisterschaft 1984 immer in der obersten Spielklasse spielte.

Ob Rychenberg Winterthur diese Geschichte nun mit dem grössten Titel der Schweiz veredelt oder ob Zug United den Titel-Hattrick schafft, klärt sich am Samstagnachmittag im Anschluss an das Spiel der Frauen.

Logistische Meisterleistung über Nacht

Austragungsort der Partien ist die Freiburger Eishockey-Arena. Da dort noch am Vorabend das vierte Finalspiel der Eishockey-Playoffs zwischen Fribourg-Gottéron und dem HC Davos ausgetragen wurde, waren über Nacht umfassende Umbauarbeiten nötig, um die Eisfläche in ein Unihockey-Feld zu verwandeln.

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