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Keystone-SDA | Freitag, 16. Januar 2026

Zwei Walliser Ex-Polizisten sterben bei Lawinenunglück in Chamoson

Drei Schweizer Skitourengänger sind am Donnerstag in Chamoson im Wallis von einer Lawine erfasst worden. Ein 42-jähriger Mann starb vor Ort, ein weiterer, ein 41-Jähriger, erlag am Freitag im Spital seinen Verletzungen. Beide gehörten einst zur Kantonspolizei Wallis.

Die Lawine löste sich am Donnerstag gegen 12.15 Uhr im Gebiet der Pointe de Chemo in Chamoson, als eine Gruppe von vier Skitourengängern auf der Ostseite in einer Höhe von etwa 2500 Metern einen Hang hinunter fuhr, wie die die Walliser Kantonspolizei am Freitag mitteilte. Der Schneerutsch riss drei von ihnen mit sich.

Nach der Alarmierung durch den vierten Tourengänger konnten die Rettungskräfte der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO), unterstützt von zwei Helikoptern von Air-Glaciers sowie einer Maschine von Air Zermatt, zwei verschüttete Personen lokalisieren und bergen.

Ein 42-jähriger Mann verstarb trotz der geleisteten ersten Hilfe noch am Unfallort. Ein 41-jähriger Mann wurde verletzt und mit dem Helikopter ins Inselspital Bern geflogen. Er erlag dort am Freitag seinen Verletzungen, wie die Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft am späteren Nachmittag mitteilten.

Die Kantonspolizei Wallis teilte auf Anfrage von Keystone-SDA mit, dass die beiden Opfer ehemalige Angehörige der Kantonspolizei waren. Sie bestätigte damit Informationen der Zeitung "Le Nouvelliste" und von Radio "Rhône FM".

Eine 53-jährige Frau, die sich ausserhalb der Schneemasse befand, wurde verletzt und mit dem Helikopter ins Spital Sitten transportiert. Die Staatsanwaltschaft Wallis leitete eine Untersuchung ein.

Aufruf zur Vorsicht

Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF weise darauf hin, dass die Lawinensituation im Wallis auch für dieses Wochenende kritisch bleibe, schrieb die Kantonspolizei. In der vergangenen Woche seien zahlreiche, oft grosse Lawinen durch Skitourengänger oder Freerider ausgelöst worden, teils mit tragischen Folgen.

Bei einem Lawinenunglück im Walliser Lötschental war am vergangenen Sonntag der 50-jährige Berner Snowboarder Ueli Kestenholz ums Leben gekommen.

Der Aufbau der Schneedecke weist laut SLF persistente Schwachschichten auf, die eine gute Verbindung mit den grossen Neuschneemengen vom vergangenen Wochenende verhindern. Seit Jahresbeginn standen die Rettungsdienste im Wallis bereits 20 Mal im Zusammenhang mit Lawinenereignissen im Einsatz.

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