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Keystone-SDA | Freitag, 10. April 2026

Zwischen der Schweiz und Tschechien ist alles offen

Nach dem ersten Tag der Partie im Billie Jean King Cup zwischen der Schweiz und Tschechien steht es erwartungsgemäss 1:1. Die Schweizer Nummer 1 Belinda Bencic gewinnt, Viktorija Golubic verliert.

Das Schweizer Aushängeschild Belinda Bencic erfüllte in Biel die Erwartungen wie fast immer im Billie Jean King Cup, doch die Nummer 11 der Welt musste gegen die dreizehn Positionen schlechter klassierte Marie Bouzkova hart kämpfen. Sie hätte es sicher einfacher machen können, schaffte es aber nicht, ihren hervorragenden Start und eine 6:3, 3:0-Führung sicher über die Runden zu bringen.

Bouzkova gelang es mit fortlaufender Spieldauer besser, ihre Gegnerin mit starker Defensive zu mehr Fehlern zu verleiten. Nach dem Satzausgleich entschied im dritten Durchgang ein einziges Break, das Bencic nach über drei Stunden zum 6:4 gelang. Im Game davor hatte noch die Tschechin zwei Chancen zur möglichen Vorentscheidung.

Das bekannte Mantra von Bencic

Nach ihrem 19. Sieg im 25. Einzel im Billie Jean King Cup musste Bencic erst einmal tief durchatmen. "Es war sehr schwierig gegen Marie", erklärte sie. "Sie ist eine grosse Kämpferin und zwischendurch fühlte es sich an, wie wenn man gegen eine Wand spielt." Es sei nicht einfach gewesen, die richtige Balance zwischen Aggressivität und Geduld zu finden. "Das ist mir nicht immer gelungen."

Am Ende zeigte aber auch die Olympiasiegerin von 2021 ihre bekannten Kämpferqualitäten. "Das ist mein Mantra", so Bencic. "Ich sage mir wirklich, dass es jetzt der Moment ist, stark zu sein. Ich glaube, dass mein Körper in diese Art und Weise wechselt, um zu kämpfen, zu überleben, zu spielen." Und natürlich hätte die Unterstützung des Teams und der Zuschauer eine entscheidende Rolle gespielt.

Golubic erwacht zu spät

Im zweiten Einzel schaffte Viktorija Golubic (WTA 79) gegen die tschechische Nummer 1 Linda Noskova keine Überraschung und unterlag 1:6, 4:6. Die 33-jährige Zürcherin konnte sich nach dem ersten Satz aber deutlich steigern. Im zweiten Durchgang führte Golubic 4:1, hatte drei Breakchancen zum 5:3, konnte diese jedoch nicht nutzen.

Am Ende entwickelte die Weltranglisten-14. Noskova, die im letzten Herbst beim Masters-1000-Turnier in Peking im Final stand, aber zu viel Power und hatte beim Aufschlag (9 Asse) zu grosse Vorteile.

Das 1:1 nach dem ersten Tag entspricht der Papierform und damit den Erwartungen. Die Entscheidung, wer sich für das Finalturnier der besten acht Nationen im November in China qualifiziert, fällt am Samstag ab 13.00 Uhr mit dem Doppel und den beiden weiteren Einzeln.

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